» Startseite > Ratgeber > Geld & Karriere > Gesundheit & Finanzen > Artikelseite
Berlin. Gold eignet sich nach Einschätzung der Stiftung Warentest nicht als Hauptgeldanlage. Wer aus Angst vor einer Inflation in Gold investieren will, sollte nur einen kleinen Teil seines Vermögens dafür verwenden. Denn Gold habe als Anlage mehrere Nachteile, schreibt die Organisation aus Berlin in der aktuellen Ausgabe ihrer Zeitschrift "Finanztest". Da der Goldpreis stark schwankt, seien auch hohe Verluste möglich - zumal er im Moment sehr hoch ist.
Außerdem werfe Gold als reines Spekulationsobjekt keine Rendite in Form von Zinsen ab. Im Gegenteil: Für die Lagerung in Banktresoren werden Gebühren fällig. Und das Horten im eigenen Haushalt sei riskant, warnt die Stiftung Warentest. Wer für kleine Beträge Gold kaufen will, sei zum Beispiel mit einem kostenlosen Goldkonto besser beraten. Ebenfalls für Kleinsparer geeignet seien Goldsparpläne, in die mindestens 25 Euro pro Monat eingezahlt werden müssen.
Manche Experten halten derzeit ein starkes Ansteigen der Inflationsrate für möglich. Selbst wenn es zu einer Hyperinflation kommen sollte, wäre Gold aber laut "Finanztest" kein geeignetes Zahlungsmittel. Schon Goldmünzen hätten einen zu hohen Wert, um damit sinnvoll einkaufen zu gehen. Und für Tauschpartner wäre es schwer, den Goldgehalt und die Echtheit zu prüfen. In Reaktion auf sinkende Aktienkurse war Gold zuletzt wieder als sicherer Anlagehafen gefragt. Die Feinunze notierte Ende vergangener Woche erstmals seit drei Wochen wieder über 900 Dollar (684 Euro) und verteuerte sich auf bis zu 907,10 Dollar (689 Euro). dpa/rtr
Mannheimer Morgen
28. April 2009
Adresse der Seite: http://www.morgenweb.de//ratgeber/geld_und_karriere/gesundheit_und_finanzen/20090428_srv0000004128017.html