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Stuttgart. Seit Tagen zieht ein trauernder Storch über der Stuttgarter Innenstadt seine Kreise. Ein Artgenosse habe ihn aus dem Zoo vertrieben, sagte gestern Günther Schleussner, Vogelexperte der Wilhelma. "Er hat alles verloren, was ein Storch im Leben besitzt: seinen Standort, seine Partnerin, seine Kinder." Das Tier gehört zu einem von eigentlich zwei wild lebenden Storchenpaaren im Zoo. Der Rivale hätte ihm jedoch seine Partnerin ausgespannt, die Jungen getötet und ihn aus der Wilhelma gejagt. Der Angreifer sei zuvor selber von seiner Partnerin im Stich gelassen worden. Sie sei nicht aus dem Winterquartier zurückgekehrt. Jetzt müsse sich der vertriebene Storch neu orientieren. "Wieder auf eigenen Füßen zu stehen, fällt schwer." Schleussner zufolge könnte das Tier nur im Stuttgarter Umland überleben, nicht aber in der Innenstadt. "Stuttgart ist kein Pflaster für einen Storch." lsw
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