In großen Höhen sind Geschwindigkeit und Wendigkeit von Hubschraubern eingeschränkt. Schuld daran ist die abreißende Luftströmung bei schnellen Vorwärts- oder Manöverflügen an den Blättern des Hauptrotors. Die dadurch entstehenden Wirbel erhöhen den Luftwiderstand und schwächen den Auftrieb. Das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) hat jetzt ein Verfahren entwickelt, bei dem die Verwirbelungen abgeschwächt werden können. Durch Löcher in den Rotorblättern wird Luft ausgeblasen und damit die Strömung beeinflusst.
Die Wissenschaftler untersuchten dafür ein Segment eines Rotors im Windkanal. Durch Löcher am Rotorblatt wurde Luft ausgeblasen. Spezielle Messtechnik notierte dabei bis zu 6000-mal in der Sekunde den Druck. Mit der Auswertung können die Luftströme genau gemessen und zukünftig aktiv beeinflusst werden. Den "aerodynamischen Dämpfer" könnten Hubschrauberpiloten dann bei schwierigen Flugmanövern einschalten.