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Zeitlos modern und konservativ aktuell

Test: Mitsubishi Outlander 2.2 Diesel

Von Peter Eck/SP-X

Der Mitsubishi Outlander steht seit Herbst in dritter Generation bei den Händlern. Sein auf den ersten Blick zurückhaltendes Design könnte zur Annahme verleiten, es habe sich beim Modellwechsel nicht viel getan. Das täuscht, der Outlander ist auf der Höhe der Zeit, verleugnet gleichzeitig aber nicht die wohltuend konservativen Tugenden eines soliden SUV.

Zeitlos modern und konservativ aktuell

© Mitsubishi

Der Mitsubishi Outlander steht seit Herbst in dritter Generation bei den Händlern.

© Mitsubishi

Denn natürlich ist auch der Outlander ein ganz normales SUV.

© Mitsubishi

Die optische Charakterisierung, könnte fast ohne Abstriche auch für den Outlander als Gesamtfahrzeug gelten.

© Mitsubishi

Verbesserungsbedarf gibt es noch bei der Bedienung von Navigation und Radio.

© Mitsubishi

Das Fahrzeug ist insgesamt sehr gelungen.

© Mitsubishi

In einen Geländewagen von Mitsubishi steigt man mit einem guten Gefühl. Auch wenn der neue Outlander in heutiger Diktion natürlich ein sportliches Allzweckfahrzeug ist, also ein SUV, und kein kerniger Anti-Asphaltist früherer Tage: Man schätzt doch unterschwellig die jahrzehntelange Erfahrung der Japaner mit solchen Fahrzeugen, vertraut unwillkürlich auf beste Verarbeitung und einen Allradantrieb, der einen nie im Stich lässt.

Wo Emotionen regieren, ist für Vernunft wenig Raum. Denn natürlich ist auch der Outlander ein ganz normales SUV. Es gibt ihn wie fast alle Wettbewerber in einer rein frontgetriebenen Vernunftversion, denn die macht das Fahrtzeug billiger und vor allem sparsamer.

Unser Testwagen war dagegen mit allem ausgestattet, was die erst im letzten Herbst neu vorgestellte dritte Generation der Baureihe zu bieten hat: mit dem 110 kW/150 PS starken Diesel, in der höchsten Ausstattungsstufe Instyle und mit dem gesamten aufpreispflichtigen Assistenzarsenal.

Der erste optische Eindruck: modern, aber nicht modernistisch. Der Outlander zeigt klare Kante, wirkt mit seiner hohen Gürtellinie vertrauenserweckend und erlaubt sich mit der leicht nach hinten abfallenden Dachlinie und der unterhalb der Fensterlinie verlaufenden Charakterfalte sogar einen Hauch von Charme. Ein Auto eben, das einen beim ersten Blick nicht überwältigt, aber ähnlich wie viele VW-Modelle optische Langlebigkeit jenseits kurzlebiger Moden verspricht.

Die optische Charakterisierung, könnte fast ohne Abstriche auch für den Outlander als Gesamtfahrzeug gelten. Der Japaner ragt in keiner Disziplin über sein Segment heraus, hat aber auch kaum Schwächen. Der Dieselmotor ist durchzugsstark und im Alltag sparsam, allerdings läuft er auch rau und weckt beim morgendlichen Kaltstart ungewollt die Nachbarn. Unser Testwagen war mit der neuen, aufpreispflichtigen Automatik ausgestattet (1.800 Euro). Das Sechsganggetriebe passt hervorragend zum Motor und zum Outlander insgesamt, weil es fast immer die richtige Gangwahl trifft und eine entspannte Fahrweise fördert.

In der von uns gefahrenen All-Inclusive-Version Instyle - unter anderem sind Xenonlicht, Ledersitze, Navigation, Rückfahrkamera, Schiebedach und sogar eine elektrische Heckklappe an Bord - verfügt der Outlander über eine dritte Sitzreihe, die das SUV zum Siebensitzer macht. Zumindest auf dem Papier. Tatsächlich müsste man den Mitsubishi korrekt als 5+2-Sitzer bezeichnen. Vielleicht sogar noch korrekter als 4+3-Sitzer. Denn während man vorne und auf den beiden äußeren Sitzen der zweiten Reihe sehr komfortabel Platz nimmt, ist der mittlere Sitz schon mit Einschränkungen verbunden. Der Zugang zur dritten Reihe gestaltet sich zwar einfacher als erwartet, tatsächlich kann man den Platz dort aber nur Kindern zumuten.

Wir ließen die dritte Sitzreihe daher meist vollständig im Boden versenkt, womit der Kofferraum auch mehr als genug Platz bot. Ist die dritte Sitzreihe aufgestellt, packt das Gepäckabteil nämlich nur noch 145 Liter. Benötigt man andererseits mal wirklich Platz, zum Beispiel für den Einkauf im berühmten schwedischen Möbelkaufhaus, stehen bei Nutzung nur der Vordersitze bis zu 1.750 Liter Laderaum zur Verfügung.

Verbesserungsbedarf gibt es noch bei der Bedienung von Navigation und Radio. Die ist teilweise umständlich. An dieser Stelle muss der Autor auch einmal eine allgemeine Kritik loswerden, die nicht allein den Outlander sondern auf viele Autos vornehmlich von Importmarken betrifft. Darf man für über 40.000 Euro ein Navigationssystem erwarten, dessen Stimme den Zuhörer nicht mit falschen Betonungen in Grund und Boden nervt? In einer Zeit, wo Autos wahre technische Wunderwerke sind: Wer in aller Welt ist für die Sprache der Navis verantwortlich? Es ist teilweise wirklich unfassbar, was einem hier zugemutet wird. Aber wie gesagt: Das trifft leider nicht allein auf den Outlander zu.

Apropos Technik: Mitsubishi ist in den letzten Jahre bei neuen Technologien eher zurückhaltend gewesen. Umso mehr - und diesmal positiv - überraschte uns das Paket von Assistenzsystemen, das man für den Outlander für 1.900 Euro ordern kann und das selbstverständlich ebenfalls im Testwagen vorhanden war. Es besteht aus einem adaptiven, also selbst bremsenden und beschleunigenden Tempomaten, der einen konstanten Abstand zum Vorderwagen einhält, einem Auffahrwarnsystem, das im Notfall auch selbsttätig bremst und ein Spurhalteassistent, der optisch und akustisch warnt, wenn man ungewollt aus der Spur gerät. Die Systeme stellen sich nach jedem Neustart auf "an", was im Fall des Spurverlassenswarners auch nerven kann. Denn in unserer engen Dorfstraße überfährt man zwangsläufig und gewollt ständig die Mittellinie und wird - sofern man eben nicht nach dem Start das System ausgeschaltet hat - ständig gerüffelt.

Umfang und Qualität der Kritik am Outlander macht allerdings deutlich: Das Fahrzeug ist insgesamt sehr gelungen. Es wirkt qualitativ unverwüstlich, ist umfangreich ausgestattet, übersichtlich und komfortabel. Noch wichtiger: Trotz toller Automatik und umfangreichen Assistenzsystemen wirkt das Fahrzeug im Kern konservativ und jeglicher Opportunität abhold. Und das ist vielleicht sogar die größte Stärke des Mitsubishi Outlander.

Mitsubishi Outlander 2.2 DI-D 4WD Instyle - Technische Daten:

Fünftüriges, siebensitziges SUV der Mittelklasse; Länge: 4,66 Meter, Breite: 1,80 Meter, Höhe: 1,68 Meter, Radstand: 2,67 Meter, Laderaumvolumen: 145 - 1.754 Liter

2,2-Liter-Dieselmotor (2.268 ccm), 110 kW/150 PS, maximales Drehmoment: 360 Nm zwischen 1.500 - 2.750 U/min, 0-100 km/h: 11,7 s, Vmax: 190 km/h, Durchschnittsverbrauch: 5,8 Liter/100 Kilometer, CO2-Ausstoß: 153 g/km, Effizienzklasse: C, Testverbrauch: 7,1 Liter

Preis: ab 39.980 Euro

Kurzcharakteristik:

Alternative zu: Hyundai ix55, Volvo XC 60, Kia Sorento, Mazda CX-7

Passt zu: Menschen, die innere und äußere Werte gerne im Einklang wissen

Sieht gut aus: in seiner modernen Zeitlosigkeit

© Spot Press Services GmbH, Freitag, 08.02.2013
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