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Erfahrungsbericht: Eine Mitarbeiterin der BAnane-Jugendredaktion erzählt, wie sie zu ihrem Tattoo kam

Körperschmuck mit tieferer Bedeutung

Seit einem Monat trage ich nun ein Tattoo auf der Innenseite meines Oberarms.

Es ist ein Teil von mir und erzählt etwas über mein Leben. Aus diesem Grund war ich schon immer ein Fan des bleibenden Körperschmucks. Die meisten Motive haben für den Träger eine große Bedeutung und erinnern ihn an besondere Ereignisse oder wichtige Menschen. Eben an Dinge, die nicht in Vergessenheit geraten sollen. Wie die Geburt meiner Tochter.

Langfristige Entscheidung

Es war nicht einfach, das richtige Motiv, die beste Stelle am Körper und ein geeignetes Studio zu finden. Ich wusste, dass ich ihren Namen, das Geburtsdatum und ein Bild haben möchte, womit ich sie in Verbindung bringen kann. Mir war klar, dass es sich dabei nicht um eine Entscheidung handelt, die am nächsten Tag wieder rückgängig gemacht werden kann, so dass ich mir genug Zeit nahm, um über mein Vorhaben nachzudenken. Ich informierte mich im Internet über Tattooshops in der Nähe und über die Zufriedenheit der Kunden. Erfahrungsberichte, am besten noch mit Foto, verschafften mir ein gutes und reales Bild der Arbeit in den einzelnen Studios. Als die Entscheidung feststand, rief ich also an, um einen Beratungstermin auszumachen, bei dem das Motiv endgültig geklärt werden sollte. Schon am nächsten Wochenende schnappte ich mir meine Vorstellungen von meinem zukünftigen Tattoo und fuhr zu dem Termin. Mir schwebte als Motiv die kleine Fee aus Peter Pan vor, die mit ihrem Zauberstab den Namen meiner Tochter auf meinen Oberarm zaubert.

Beim Beratungstermin

Bei der Beratung geht es hauptsächlich darum, was genau tätowiert werden soll und es werden, in der Regel, von beiden Seiten Vorschläge gemacht. Natürlich werden auch die Risiken und der Heilungsprozess thematisiert, dass ich mich als Kunde darauf einstellen kann, was genau auf mich zukommt. Letztendlich entschied ich mich für eine Fee, die wir in der Datenbank des Tattooshops gefunden hatten. Sechs lange Wochen dauerte es noch, bis ich endlich zu meinem Termin gehen konnte. Die Terminkalender der Studios sind voll und teilweise ist mit dreimonatigen Wartezeiten zu rechnen. Am Tag meines Termins war ich sehr nervös und freute mich tierisch auf mein Tattoo. Insgesamt eineinhalb Stunden dauerte die Prozedur. Es war kein angenehmes Gefühl und es gab Momente, in denen mir die Tränen in die Augen schossen, doch als ich es hinterher im Spiegel betrachten konnte, waren alle Schmerzen vergessen und ich war überglücklich. Nach ungefähr zwei Wochen war das Gröbste verheilt und im Sommer werde ich es dann stolz präsentieren. Anna Busley

Bergsträßer Anzeiger
25. Januar 2012

 
 
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