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Geschichte: Piercings gibt es nicht erst seit gestern, sondern seit über 7000 JahrenAuch Urvölker hatten ihre SchönheitsidealeWenn man heute durch die Stadt geht, sieht man jede Menge Menschen mit Piercings an Ohr, Lippe, Augenbraue oder auch Zunge - es ist etwas ganz Normales. Die Menschen lassen sich diesen Körperschmuck machen, weil es ihnen gefällt. Aber angefangen hat es nicht erst vor einigen Jahren, die ersten Piercings gab es schon vor über 7000 Jahren bei verschiedenen Ureinwohnern Amerikas, Afrikas und Asiens. Sie trugen diese jedoch nicht aus rein optischen Gründen, sondern aus kulturellen. Es war eine Tradition und ein damaliges Schönheitsideal, dem sich die Völker unterworfen haben. Gepierct wurden Nasen, Ohren, Lippen und auch die Genitalien mit selbst hergestelltem Schmuck aus Ton, Holz, Knochen, Perlmutt, Horn oder Quarz. Oft haben die Menschen sich eine Art hölzernen Teller beziehungsweise Scheiben zwischen Unterkiefer und Unterlippe gespannt, um die Lippen zu weiten. Das Gleiche haben sie auch mit den Ohrläppchen getan (heute: "Tunnel"). Je weiter die Lippe oder das Ohrläppchen geweitet war, desto angesehener war man. Alltägliche Piercings wie Ohrringe und Nasenschmuck gab es auch schon. Gepierct haben sich nicht nur die Menschen kleiner und relativ unbekannter Völker und Stämme. Um ein Beispiel zu nennen: Man kann bei der Totenmaske des ägyptischen Pharaos Tutanchamun die geweiteten Ohrläppchen sehen. Der damalige "Trend" hat es bis in unsere heutige Zeit geschafft und ist nun weltweit bekannt und beliebt. Paula Hoffmeister und Nina Brunnemer
Bergsträßer Anzeiger
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