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Mittwoch, 23.05.2012

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Gesundheit: Vereinsspende unterstützt Verfahren

Bei Bluthochdruck bietet Klinikum neue Therapie an

Prof. Ralf Zahn (l.) und Prof. Uwe Zeymer präsentieren die Sonde, die manchen Bluthochdruck-Patienten helfen soll.

Prof. Ralf Zahn (l.) und Prof. Uwe Zeymer präsentieren die Sonde, die manchen Bluthochdruck-Patienten helfen soll.

© TRöster

Patienten mit medikamentös nicht beherrschbarem Bluthochdruck können am Klinikum Ludwigshafen mit einem minimal-invasiven Eingriff an der Nierenarterie nach Angaben des Krankenhauses recht erfolgsversprechend behandelt werden. Seit einem Jahr bietet die Medizinische Klinik B unter der Leitung von Prof. Ralf Zahn das neue Verfahren, die Renale Denervation, an. Dadurch sei eine langfristige Senkung des Blutdrucks zu erreichen.

"Ein durch die Leistenarterie eingeführter Katheter verödet durch Abgabe von Hochfrequenzstrom die Nervenfasern um die Nierenarterie. Durch den knapp einstündigen, relativ einfachen Eingriff haben wir Blutdrucksenkungen nach sechs Monaten erreicht", sagte der Leitende Oberarzt Prof. Zeymer. Vor 60 Jahren, als es noch keine blutdrucksenkenden Medikamente gegeben habe, seien diese Nervenfasern in einer großen, offenen Bauchoperation gekappt worden, die jedoch zu starken Nebenwirkungen geführt habe, so Prof. Zeymer.

Der Verein Herzinfarkt-Projekt Ludwigshafen unterstütze mit einer Spende von 20 000 Euro die Einführung des rund 60 000 Euro teuren, aus Amerika stammenden Verfahrens am Klinikum. "Die Anschubfinanzierung ist ein Dank an die Ärzte, die uns immer mit Vorträgen informieren. Im Interesse der Bürger haben wir das innovative Verfahren in die Chemiestadt gebracht", sagte Bertold Messemer, Vorsitzender des Vereins Herzinfarkt-Projekt.

Bluthochdruck ist eine der häufigsten chronischen Erkrankungen in Deutschland und ein Hauptrisikofaktor für das Auftreten von Herz- und Gefäßerkrankungen wie Infarkte und Schlaganfälle. Das neue Verfahren wurde nach Angaben des Klinikums bisher an 20 Patienten durchgeführt und ist noch nicht im Kostenerstattungssystem der Krankenkassen. Zahn: "Dennoch setzen wir uns für die Etablierung der Methode ein." jom

© Mannheimer Morgen, Donnerstag, 09.02.2012

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