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Antrittsbesuch Bundespräsident ist am 13. Juni zu Gast in Bensheim

Steinmeier spricht mit Hospiz-Mitarbeitern

Bensheim.Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier kommt nach Bensheim. Das Staatsoberhaupt wird am Dienstag, 13. Juni, das stationäre Hospiz an der Kalkgasse besuchen. Der Abstecher an die Bergstraße ist Teil seines Antrittsbesuchs in Hessen.

Bereits einen Tag zuvor wird sich Steinmeier in Wiesbaden ins Goldene Buch eintragen und in Begleitung von Ministerpräsident Volker Bouffier das Schloss Homburg in Bad Homburg und die Justus-Liebig- Universität in Gießen besichtigen. An der Uni hat der 61-Jährige - wie auch Bouffier - Rechtswissenschaften studiert, später promoviert und als wissenschaftlicher Mitarbeiter gearbeitet.

Bensheim ist für den Bundespräsidenten ebenfalls kein Neuland. Im Januar 2008 war der SPD-Politiker in Auerbach, um seine Partei im Hessen-Wahlkampf zu unterstützen. 2013 ging er als Fraktionschef seiner Partei am Tag der Generationen im Winzerdorf auf Stimmenfang.

Seinen dritten Auftritt in Bensheim innerhalb von neun Jahren prägen jedoch keine Wahlkampftöne. Steinmeier kommt als erster Mann im Staat, ein Amt, das der ehemalige Außenminister seit dem 19. März als Nachfolger von Joachim Gauck innehat.

Gemeinsam mit Stefan Grüttner, hessischer Minister für Soziales und Integration, informiert sich der Bundespräsident "über ein Vorzeigeprojekt der Hospizarbeit", wie die Landesregierung die Bergsträßer Hospizarbeit und das Haus in den Weinbergen in einer Mitteilung hervorhob.

Im Anschluss geht es zur evangelischen Kindertagesstätte Schatzkiste in Darmstadt. Nach dem Mittagessen mit den Kindergartenkindern spricht Frank-Walter Steinmeier mit Eltern, Erziehern und dem Kirchenpräsidenten der Evangelischen Kirche in Hessen und Nassau, Dr. Volker Jung, über die Vereinbarkeit von Familie und Beruf. Ein Ausflug zum Hessentag in Rüsselsheim, wo er auf der Kommunalkonferenz eine Rede halten wird, darf an einem solchen Tag nicht fehlen.

Vorbildliche Arbeit

"Ich freue mich, dass der Bundespräsident nach Bensheim kommt. Durch den Besuch des Hospizes erhält die wertvolle und vorbildliche Arbeit, die dort geleistet wird, eine besondere Würdigung", sagte Bürgermeister Rolf Richter gestern auf Anfrage und fügt hinzu: "Die Ehrenamtlichen im Hospiz erfahren stellvertretend für alle ehrenamtlich Engagierten eine große Wertschätzung."

Das sieht Matthias Braun, Geschäftsführer des Hospizes Bergstraße, ähnlich. "Es ist eine Würdigung für die Menschen, die sich hier engagieren - sowohl im Hospiz als auch im ambulanten Dienst in den Familien." Am 13. Juni werde man sich mit dem Bundespräsidenten in einem Stuhlkreis zusammensetzen. "Herr Steinmeier möchte sich mit uns und unseren Mitarbeitern austauschen. Der Besuch steht unter dem Motto: Nahe am Menschen", so Braun. Der Geschäftsführer betonte, dass es nicht nur um die stationäre, sondern ebenso um die ambulante Arbeit des Hospiz-Vereins geht. Nach der Gesprächsrunde wird bei einem Rundgang das 2010 eröffnete Haus in den Weinbergen besichtigt.

900 Gäste in sieben Jahren

In den vergangenen sieben Jahren konnten dort 900 Gäste ihre letzten Tage verbringen. Die zehn Zimmer sind kontinuierlich belegt "Das Besondere bei uns ist, dass wir kein Ableger eines großen Trägers sind, sondern aus der gelebten Hospizarbeit des Vereins vor Ort kommen", blickt Braun auf die Anfänge zurück. Er erinnerte daran, dass man in der Pflege mit die höchste Stellenbesetzung in ganz Deutschland habe. 2,7 Vollzeitstellen werden über Spenden finanziert. "Das hat etwas mit Haltung zu tun. Wir wollen uns mit liebevoller Zuwendung um unsere Gäste kümmern können", bemerkt der Geschäftsführer.

Insgesamt arbeiten 33 Mitarbeiter in 19 Vollzeitstellen im stationären Hospiz. Dazu kommen 80 Ehrenamtliche im Haus und und mehr als 100 im Verein.

Nicht nur in Bensheim, auch in Wiesbaden ist man gespant auf den Antrittsbesuch des Staatsoberhauptes. "Wir freuen uns auf den Bundespräsidenten, der an zwei Tagen bei uns zu Gast ist und ein umfangreiches, vielfältiges und sehr bürgernahes Programm quer durch Hessen absolvieren wird", sagte der Sprecher der Landesregierung, Staatssekretär Michael Bußer.

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