Lokalsport Bergstraße

Persönlich Jonas Reiter ist schon in seinem ersten Jahr zu einem Leistungsträger im Kreisoberliga-Team geworden

Einhäuser Youngster kommt bei der Tvgg Lorsch gut zurecht

Lorsch.Muss die Tvgg Lorsch auf der Zielgeraden der Saison 2016/17 noch einmal um den Klassenverbleib zittern? Fast hat es den Anschein, denn die "Turner" trennen aktuell gerade einmal drei Punkte vom Relegationsplatz in der Fußball-Kreisoberliga. Jonas Reiter ist sich aber sicher, dass sein Team am Ende "über dem Strich" stehen wird, denn der 19-jährige Mittelfeldspieler hat erkannt, dass in der Mannschaft inzwischen jedem klar ist, wo man steht und dass man bis zum Saisonende noch ein Paar Schippen drauflegen muss, wenn man die Klasse halten möchte.

"Im Winter fühlten wir uns wohl alle schon auf der sicheren Seite, doch mit der Fortsetzung der Runde lief es bei uns nach der Winterpause nicht wie erhofft. Dazu haben die Mannschaften aus dem Tabellenkeller Boden gutgemacht. Und so ist im Klassement eben alles enger zusammengerückt und die Saison gestaltet sich spannender als erwartet", hätte Jonas Reiter auf diese Situation gerne verzichtet.

Reiter, der aktuell ein Freiwilliges Soziales Jahr (FSJ) am Uniklinikum in Mannheim absolviert, begibt sich dann auch gleich auf Ursachenforschung. "Eigentlich spielen wir ja nicht schlecht und die Leistung und die Einstellung stimmen auch. Wir schaffen es aber aktuell einfach nicht, Torgefahr zu entwickeln und Chancen zu kreieren. Das muss in den kommenden Wochen unbedingt besser werden. Ich sehe uns aber auf einem guten Weg und bin mir sicher, dass wir das als Mannschaft gemeinsam schaffen", ist er fest vom Klassenerhalt überzeugt.

Zwischenstation Starkenburgia

Seine ersten Fußballschritte unternahm der Anhänger der Frankfurter Eintracht in seiner Heimatgemeinde Einhausen, nachdem es dort aber bei den D-Junioren keine Mannschaft mehr gab, wechselte er zum FC Starkenburgia Heppenheim und kickte dort bis zur B-Jugend. Im zweiten Jahr bei den B-Junioren wechselte er zur Turnvereinigung Lorsch, und dort schaffte er in der aktuellen Saison auf Anhieb den Sprung aus dem Nachwuchsbereich in den Erstmannschaftskader.

Sein Trainer Amir Afshar hält dann auch große Stücke auf den universell einsetzbaren Rechtsfuß, der sich auf der Sechserposition am wohlsten fühlt, unter Afshar aber auch wiederholt über rechts zum Einsatz kommt und sich auch mit dieser Position immer mehr anfreundet. "Jonas ist ein talentierter und technisch versierter Spieler, der sich in den kommenden Jahren zu einem Führungsspieler der Turnvereinigung entwickeln wird", setzt der Lorscher Coach im Abstiegskampf auch auf die Qualitäten des Youngsters, der in der Vorrunde verletzungsbedingt einige Spiele aussetzen musste.

Jonas Reiter ist klar, dass das anstehende Heimspiel am Sonntag gegen Alemannia Groß-Rohrheim von großer Bedeutung für sein Team ist und dass man unbedingt gewinnen muss, um sich mit einem Sieg einen Konkurrenten vom Leib zu halten. "Groß-Rohrheim war eigentlich schon abgeschlagen, hat sich dann aber wieder rangekämpft und verfügt über eine spielstarke Mannschaft. Da müssen wir alles abrufen, um den Platz am Ende als Sieger zu verlassen, doch die Moral bei uns stimmt und auch die Formkurve zeigt nach oben", glaubt der Einhäuser in Diensten der Lorscher fest an einen Heimsieg.

Als Einhäuser in Lorsch Fußball zu spielen, kann man das überhaupt mit dem Gewissen und dem "Einhäuser Nationalstolz" vereinbaren? "In jedem Fall. Ich habe in Lorsch viele Freunde in der ersten und zweiten Mannschaft, mit denen ich auch privat einiges unternehme. Das sehe ich nicht so eng, wie das vielleicht andere sehen oder wie es früher einmal war", sieht Jonas Reiter seine sportliche Zukunft auch in den kommenden Jahren bei der Turnvereinigung. Einen Wechsel zu seinem Heimatverein nach Einhausen kann er sich aktuell nicht vorstellen. "Erst mal nicht", lautet die diplomatische Antwort auf die Frage, ob als Einhäuser nicht auch eine Rückkehr zur Sportgemeinde denkbar wäre.

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