Sportlerwahl

Sportlerwahl Luisa Froitzheim ist zum dritten Mal als "Sportlerin des Jahres" nominiert, einmal holte die Lorscherin bereits den Titel

Eine Meisterin der Kampfkunst

Lorsch.Mit Judo ist Luisa Froitzheim schon seit dem Kindergartenalter vertraut. Das kam durch ihren Bruder. Wenn der sechs Jahre ältere Patrick Wettkämpfe absolvierte, dann stand die kleine Schwester oft fasziniert als Zuschauerin am Rand der Matte und wünschte sich, auch mitmachen zu können. Die Rolle als Maskottchen reichte ihr jedenfalls nicht. Schon als Fünfjährige fing sie dann selbst für die Tvgg Lorsch mit dem Judo an. Und sie wurde schnell erfolgreich. Jetzt ist Luisa Froitzheim von der Sportkommission der Stadt für die Wahl zur Sportlerin des Jahres nominiert.

Vorgeschlagen ist die Schwarzgurtträgerin wegen ihrer konstant guten Leistungen dafür bereits zum dritten Mal, auch ausgezeichnet mit dem begehrten Titel wurde sie bereits. Im vergangenen Jahr schaffte es Froitzheim auf den ersten Platz der zweiten Bundesliga, Gruppe Süd und damit den Aufstieg in die erste Liga. Zudem wurde sie im Einzel Zweite bei den Deutschen Hochschulmeisterschaften und gemeinsam mit dem Frauenteam der Studierenden belegte sie Platz drei.

Luisa Froitzheim startet für den Budo-Club Karlsruhe. In der Großstadt in Baden-Württemberg studiert die Lorscherin im dritten Semester Bauingenieurwesen. Das anspruchsvolle Studium mit dem Leistungssport unter einen Hut zu bringen, ist nicht immer einfach.

Die 21-Jährige ist froh darüber, dass ihre Familie sie nach Kräften unterstützt - allen voran ihr Bruder. Als Luisa Froitzheim im Abi-Stress war, hat er ihr nicht nur wertvolle Trainingstipps gegeben, sondern sie auch öfter bekocht - und er hat dann keinesfalls nur eine Pizza in den Ofen geschoben oder ein Schnitzel in die Pfanne gelegt, sondern gesundes Essen zubereitet, lobt die Sportlerin.

Das Hobby Judo verbindet die Geschwister. Auch ihr Vater Hans-Peter Froitzheim hat den Kampfsport eine Zeit lang betrieben. Ihre Begeisterung für die asiatische Kampfkunst geben Luisa und Patrick auch gerne an Talente weiter. Wichtig ist ihnen dabei die Vermittlung der Judo-Werte, die einen respektvollen und höflichen Umgang miteinander lehren. Schläge und Tritte auf der Matte gelten als unsportliches Verhalten, sind zumindest für Anfänger tabu. Übersetzt bedeutet Judo schließlich "sanfter Weg", erinnert Froitzheim.

Eine Fußverletzung hatte die Judoka zuletzt etwas beeinträchtigt. Keinen Tag länger als unbedingt nötig hat sie nach der Operation pausiert. "Der Ehrgeiz ist schon groß", stimmt sie zu. Da sie an ihrem Sport unter anderem schätzt, dass er zu innerer Ausgeglichenheit beiträgt, sind verletzungsbedingte Ruhezeiten schwer zu ertragen. "Unausstehlich" könnten Leistungsträger dann sein, weiß Froitzheim.

Längst ist Luisa Froitzheim aber wieder fit. Sie freut sich, im Sommer erstmals bei den Europameisterschaften der Studierenden in Portugal dabei zu sein. Zu ihren Zielen gehört es, sich auch erneut für die Deutsche Meisterschaft zu qualifizieren.

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