Lorsch

Betreuung Claudia Bickhardt kann helfen / Beratung kostenlos

In die Krippe oder lieber zu Tageseltern?

Lorsch.Das Baby ist da, die Freude ist riesig - aber wie können trotzdem beide Eltern bald wieder arbeiten gehen? Der Wiedereinstieg in den Beruf nach einem Familienzuwachs bereitet vielen junge Eltern Kopfzerbrechen. Welche Betreuungsmodelle gibt es? Welches Angebot ist das beste für das Kind? Und wie ist es finanzierbar? Im Lorscher Stadthaus gibt es Antworten auf all diese Fragen. Und die Beratung ist kostenlos zu haben.

Mutter und Sozialpädagogin

Claudia Bickhardt kennt sich mit dem Thema Kinderbetreuung bestens aus. Die 36-Jährige ist nicht nur selbst Mutter zweier Sprösslinge im Kleinkindalter. Bickhardt ist ausgebildete Diplom-Sozialpädagogin und Erzieherin. Beim Familienzentrum in Bensheim ist die Einhäuserin als Fachberaterin für Kindertagespflege tätig.

"Ich bin mitten im Thema drin", bestätigt Bickhardt. Und was wollen Eltern von ihr vor allem wissen? Sie wollen zum Beispiel aufgezeigt bekommen, wo die Unterschiede bei der Betreuung in einer Krippe und bei Tagespflegepersonen liegen. Sie wollen erfahren, ob sie sich individuell auf sie zugeschnittene Kinderbetreuung leisten können - und sie sind natürlich an Kontaktadressen zur Vermittlung interessiert. Bickhardt kann bei allem helfen.

In Sachen Kleinkindbetreuung hat sich in Lorsch in den vergangenen Jahren viel getan. 32 Plätze gibt es allein in den Krippen "Flohkiste" und in der städtischen Einrichtung in der Viehweide. Zusätzlich decken private Initiativen den steigenden Bedarf.

Betreuung nur bis 16 Uhr, wie in der Viehweide, reicht natürlich oft nicht aus. Vor allem dann, wenn die Arbeitsstellen der Eltern mehrere Kilometer entfernt in der Region liegen oder der Job Einsätze auch am späteren Nachmittag verlangt - von Schichtdienst gar nicht zu reden.

Für diejenigen, für die ein Platz in einer Kinderkrippe zu wenig Flexibilität bietet, sind Tagesmutter oder Tagesvater eine gute Alternative. Die Gruppen sind mit maximal fünf Plätzen klein - und betreut wird im häuslichen Umfeld, ähnlich wie in einer Großfamilie.

20 Tagesmütter gibt es derzeit in Lorsch, in deren Gruppen Bickhardt vermittelt. Einen Tagesvater gibt es in der Klosterstadt derzeit nicht. Sechs Tagespflegepersonen stehen darüber hinaus in Einhausen zur Verfügung, berichtet die Fachberaterin.

Qualifiziertes Personal

Natürlich können Eltern sich auch selbst Betreuung für ihre Kinder suchen. Wer dies mit Unterstützung von Claudia Bickhardt macht, kann allerdings auf jeden Fall sicher sein, dass sie in ihren Adresslisten nur qualifiziertes Personal hat.

Und wenn die Tagesmutter einmal wegen Krankheit für die Betreuungsarbeit ausfallen sollte? "Dann finden wir eine Notbetreuung bei einer anderen Tagesmutter", beruhigt Bickhardt.

Über das Familienzentrum werden fortlaufend auch neue Tagespflegepersonen ausgebildet. Anderthalb Jahre dauert ein Lehrgang. Zu den Voraussetzungen für Interessenten, die selbstständig und qualifiziert fremde Kinder betreuen wollen, gehören unter anderem die Vorlage eines Führungszeugnisses und gute Deutschkenntnisse. Das Alter spielt - bei entsprechender Fitness und guten Nerven, die für Kinderbetreuung nötig sind - keine Rolle.

40 Stunden im Monat für 70 Euro

Bürgermeister Schönung ist der Ansicht, dass es gut wäre, wenn die Zahl der Tagespflegepersonen in Lorsch noch etwas zunehmen würde. "Familien drängen nach Lorsch", sagt er mit Blick auf die weiter steigende Einwohnerzahl. "Lieber 24 als 20 Tagespflegepersonen", meint er. "Viele meinen, Tagespflege sei sehr teuer", sagt Bickhardt. Astronomische Summen müssen Eltern aber nicht befürchten. Eine wöchentliche Betreuungszeit von bis zu 40 Wochenstunden kostet zum Beispiel gut 350 Euro im Monat. Damit ist die Tagespflege Krippenpreisen fast gleichgestellt. Zehn Wochenstunden sind sogar schon für weniger als 70 Euro im Monat zu haben, so die Expertin. Möglich sind die vergleichsweise günstigen Elternbeträge, weil die Finanzierung der Tageselternpflege über das Kreisjugendamt gefördert wird.

Wer sich näher informieren möchte, kann unter der Rufnummer 06251/8053150 oder per Mail unter claudia.bickhardt@familienzentrum-bensheim.de beim Familienzentrum in Bensheim einen Beratungstermin vereinbaren und Claudia Bickhardt dann an ihren Sprechtagen donnerstags im Lorscher Stadthaus treffen. Die nächsten Termine sind am 4. Mai und am 8. Juni.

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