Martin Heuberger ist im Moment nicht zu beneiden. Nicht nur, dass er das letztendlich enttäuschende Abschneiden bei der EM und das damit verbundene Olympia-Aus aufarbeiten muss. Nein, der neue Handball-Bundestrainer betätigt sich nach seinem ersten großen Turnier nun auch noch regelmäßig als Blitzableiter für die Verbandsoberen des DHB, die angesichts der zahlreichen kritischen Fragen nach dem Turnier in Serbien einfach auf Tauchstation gegangen sind. In seinem Arbeitsvertrag dürfte diese Tätigkeit sicher nicht ausdrücklich vermerkt sein.
Vielleicht ist der eine oder andere Ankläger über das Ziel hinausgeschossen und zuweilen hat die Polemik die Sachfragen überlagert. Doch dass sich Spieler, Funktionäre und Ehemalige nun so massiv Luft gemacht haben, deutet darauf hin, dass der Versuch der internen Kommunikation schon länger gescheitert ist. Und angesichts des Schweigens in der Dortmunder Verbandszentrale kann man sich auch gut vorstellen, warum. Abweichende Meinungen werden dort offenbar kalt weggelächelt oder schlicht ignoriert. Damit ist einer der größten Sportverbände Deutschlands mit seinen aktuellen Problemen allerdings völlig auf dem Holzweg.
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