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Freitag, 25.05.2012

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Bolzplätze: Auf dem Lindenhof wird lieber auf dem Rasen gespielt

Der schönste Bolzplatz liegt in der Nähe

Lautes Rufen und Schreien auf dem Bolzplatz in U 2 in der Innenstadt. Noch bis spät, es wird schon fast dunkel, sind hier Kinder hinter dem runden Leder her und wollen gegenseitig Tore schießen. Anders ist das auf der Rheinau auf dem Freizeitgelände Rheinauer See. Auf ihren BMX-Rädern drehen dort zwei jugendliche Rennfahrer wagemutige Kreise. Aber von Fußballspielern ist weit und breit nichts zu sehen. "Der Platz muss sich wohl erst noch herrumsprechen" meint verwundert eine Spaziergängerin.

Unterschiedlicher hätte die Besichtigung der Bolzplätze in der Stadt gar nicht ausfallen können, wie an diesen beiden Beispielen deutlich wird. Von den 89 Bolz-und Kickplätzen in der Stadt scheinen nicht alle wirklich begehrt zu sein, wie ein anderes Beispiel zeigt: Der Bolzplatz im Danziger Baumgang ist menschenleer. Das hat allerdings einen anderen Grund: Wegen Reparaturarbeiten ist der nämlich geschlossen. Auf dem 48er Platz im Almenhof spielt ein Vater mit seinem siebenjährigen Sohn Fußball, aber auch nicht auf dem geteerten Bolzplatz, sondern direkt daneben auf dem weichen Rasen.

"Verraten sie uns aber nicht, dass wir hier den Rasen beschädigen." Überhaupt fällt auf, dass die Beläge der Bolzplätze sehr unterschiedlich sind. Von feinem Sand über Teer bis hin zu den neuesten Kunststoffen ist alles vorhanden. "Kunstrasen fehlt noch", meint Tester Furkan (11). Aber schlecht findet er das nicht. "Zum Fußballspielen ist es egal, auf welchem Belag wir spielen. Hauptsache der Ball springt ab und wir werden nicht so dreckig." Diese "Mindestanforderungen" werden von den meisten Plätzen erfüllt. "Es kann ja nicht sein, dass alle Plätze so schön sind wie der in der Werftstraße im Jungbusch", sind sich die elf Fußballfreunde, die wir auf der Schönau getroffen haben, ganz sicher. Das bestätigt auch deren Betreuer Murat von der DJK Sandhofen: "Am liebsten spielen die Kinder immer auf einem Platz, der nah ist".

Multikulti auf dem Bolzplatz

Unterdessen kicken die neun- bis 14-jährigen Jungs schon fast vier Stunden. "Wenn wir nachher nach Hause laufen, sind wir alle ganz schön müde," meint da Jakob. Auf dem Bolzplatz scheint es keine Probleme untereinander zu geben. Da spielen Jungen und Mädchen mit und ohne Migrationshintergrund gegeneinander. Aus Russland, Polen, der Türkei oder Somalia stammen die jungen Fußballer - Multikulti auf dem Bolzplatz . has

© Mannheimer Morgen, Mittwoch, 18.08.2010

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