Frankfurt. Die föderalen Strukturen in Deutschland blockieren nach Ansicht des Frankfurter Zukunftsrats die Bildungspolitik. Seit Jahrzehnten sei die Bildungshoheit der Länder Grund dafür, dass sich die Landesregierungen auf dem Gebiet von Bildung und Erziehung parteipolitisch zu profilieren versuchten. Damit lähme sich die Politik gegenseitig, erklärte der Pädagoge und Bestseller-Autor Bernhard Bueb, der Mitglied des Zukunftsrats ist. Schülern sei auch nicht zuzumuten, im Falle eines Umzugs mit einem völlig anderen Schulsystem konfrontiert zu werden.
In dem vor knapp zwei Jahren gegründeten Zukunftsrat erarbeiten Wissenschaftler und Persönlichkeiten des öffentlichen Lebens Konzepte für Gesellschaft und Politik. Der Gründer des Gremiums, der Volkswirt Manfred Pohl, kündigte an, dass der Rat in diesem Jahr gezielt junge Politiker ansprechen wolle. Bei ihnen sei die Bereitschaft zu überparteilichem Denken, das sich nicht nur an den einzelnen Wahlperioden orientiere, ausgeprägter. lhe
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