Lauda / Königshofen

Kunst Künstlerehepaar Eva Nordal und Sven Wiebers stellt bis 16. Juni in der FabrikGalerie Lauda aus

Werke präzise und schön wie Fotos

Lauda."schön und gut" steht als Titel über der neuen Ausstellung in der Lauda FabrikGalerie - und die ersten Bilder führen mitten hinein in die Großstadt. Die Bilder "Kreuzung", "Second Avenue" und "East Village" zeigen diese dem Betrachter wie auch die "kleine Pfütze" ein paar Schritte weiter von einer im Normalfall kaum wahrgenommenen attraktiven Seite. Das norwegisch-deutsche Künstlerehepaar Eva Nordal und Sven Wiebers zeigt Werke von ganz eigener Schönheit, präzise wie Fotos und doch in ihrer Intention und ihrem Titel frappant hintergründig.

Kosmopolitisches nach Lauda und zu Lauda gebracht habe das Künstlerehepaar Nordal und Wiebers, stellte Dr. Gunther Wobser in seiner Begrüßung fest, und erinnerte auch rückblickend an die sehr emotionale japanisch geprägte Kato-Ausstellung in den letzten zwei Monaten. Nun also zwei Aussteller aus Berlin; über die dauerhafte geschäftliche und künstlerische Verbindung zu dieser Stadt zeigte sich Dr. Wobser angesichts der neu konzipierten Präsentation sehr erfreut.

Einen langen künstlerischen Weg attestierte Norbert Gleich, Vorsitzender des Kunstkreises Lauda-Königshofen, der im norwegischen Bergen geborenen Malerin Eva Nordal in seiner Künstlervorstellung. Mit 19 Jahren nach Westberlin ausgewandert, wandte sie sich zuerst der Modebranche zu, um danach eine Ausbildung als Restauratorin zu absolvieren und im Schloss Charlottenburg die erworbenen Fähigkeiten einzusetzen.

Es folgten mehrere Asienreisen und nach ihrer Rückkehr ein Studium der Wandrestaurierung in Potsdam. Doch seit 1994 waren es über lange Zeit die plastischen Werke der nun freischaffenden Künstlerin, die ihr in zahlreichen Galerien viel Anerkennung einbrachten. Nun ist es die außergewöhnliche Malerei, die ihre Kreativität herausfordert und den Betrachter fasziniert.

Im sächsischen Glauchau kam Sven Wiebers zur Welt; er übersiedelte 1983 nach Westberlin, wo er ein Studium im Bereich der visuellen Kommunikation an der Hochschule der Künste aufnahm und seit 1986 als freischaffender Künstler arbeitet. Seine Ausstellungen, etwa 40 an der Zahl, waren in namhaften Galerien im In- und Ausland zu sehen; Messebesucher in Amsterdam, Florenz, Berlin, Düsseldorf, Regensburg, Köln und bei der ART Karlsruhe bewunderten seine atmosphärisch dichten Landschaften, in denen meist das Licht eine entscheidende Rolle spielt.

Unzählige Ausstellungen im In- und Ausland hat er zusammen mit seiner Ehefrau Eva Nordal bestritten; in der aktuellen Ausstellung der FabrikGalerie zeigen beide Künstler einen Querschnitt aus Werken der letzten fünf Jahre.

Besucher können bis zum 16. Juni nach Anmeldung (E-mail: fabrikgalerie@lauda.de oder Telefon 09343/503-0) die Ausstellung erleben. Öffnungszeiten: Montag bis Donnerstag von 9 bis 16 Uhr, Freitag von 9 bis 14 Uhr. irg