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Bücher

Sachbuch: Katholischer Moraltheologe Schockenhoff fordert eine Änderung der kirchlichen Praxis

Verständnis für Geschiedene

Von unserem Redaktionsmitglied Stephan Töngi

Das Thema wird als immer bedrängender empfunden: Katholiken, die nach einer Scheidung wieder heiraten, werden von den Sakramenten ausgeschlossen. Ihre Zahl steigt in der katholischen Kirche parallel zur Entwicklung in der Gesellschaft. Der Freiburger Moraltheologe Eberhard Schockenhoff hat dazu ein Buch vorgelegt, das die Kirche auffordert, "die wachsende Zahl geschiedener und wiederverheirateter Gläubiger nicht ins Abseits zu drängen".

 

Krimi: Mike Nicol liefert einen Thriller aus Kapstadt / "Payback" ist der erste Teil einer Trilogie

Verbrechen am Kap der Guten Hoffnung

Von unserem Redaktionsmitglied Manfred Loimeier

Für Thriller-Autoren bildet die südafrikanische Metropole Kapstadt eine hervorragende Kulisse als Hochburg der Kriminalität. Roger Smith zufolge weist die Stadt die höchste Mordrate auf, Andrew Brown lässt auf brutale Entführungsfälle schließen und Deon Meyer auf permanenten internationalen Schmuggel und perfide Korruption.

 

Erzählung: Der Schweizer Kabarettist Franz Hohler beschreibt in "Der Stein" eine verzauberte Welt - ganz realistisch

Märchen können wahr sein

Von unserem Mitarbeiter Georg Patzer

Als der Präsident auf seinem Weg zur Regierung seinen Kaffee bei Catherine trinkt, sitzt da plötzlich eine kleine Katze. Er füttert sie mit Croissant und krault sie ein bisschen. Und als der Präsident dann ins Amt geht, geht die Katze einfach mit, setzt sich neben seinen Bürostuhl und putzt sich. Als der Departmentchef sie einfängt und ins Nebenzimmer trägt - denn der Präsident hat an diesem Tag viele wichtige Termine - kommt er mit einer blutenden Hand zurück.

 

Sachbuch: Dietmar Grieser eröffnet in seinem neuen Buch ein Panorama des Pseudonyms

Ach wie gut, dass niemand weiß

Von unserem Mitarbeiter Roland Krischke

Namen können unauffällig, lustig, anfällig für Anspielungen oder unaussprechlich sein. In jedem Falle sind sie immer schon da. Und wie gehetzte Hasen ziehen wir gegenüber unserem Buchstabenigel lebenslang den Kürzeren, wenn wir uns seiner nicht kurzerhand entledigen. Diese Möglichkeit immerhin gibt es: Pseudonyme sind in der Welt der Literatur und Kunst an der Tagesordnung, aber auch Politiker und Sportler wechseln ihre Namen, Geistliche beim Eintritt in einen Orden sowieso.

 

Roman: Der Norweger Per Petterson erzählt in "Ist schon in Ordnung" von einer Jugend im Oslo der Sechzigerjahre

Im Tempus des jugendlichen Erlebens

Von unserem Mitarbeiter Hans-Dieter Fronz

Audun legt Wert auf Abstand. Die Sonnenbrille, die er auch an diesem wolkenverhangenen Augusttag trägt, ist nur das sichtbare Zeichen seiner inneren Distanz zur Welt. Ihm triefen die Haare von dem Platzregen, der exakt in dem Augenblick niedergeht, als er zum ersten Mal den Schulhof am neuen Wohnort betritt; im Schulgebäude zieht er dann erst einmal sein Hemd aus, um es auszuwringen.

 

Roman: Stephen King erzählt von einem fatalen "Anschlag"

Zeitreise mit Nutzwert

Von dpa-Mitarbeiter Maximilian Haupt

Einem todkranken Freund den letzten Wunsch abzuschlagen ist eine schwierige Sache. Noch dazu, wenn von dem Gefallen anscheinend die ganze Welt profitieren könnte. Ob die Menschheit aber wirklich besser dran sein wird, wenn John F. Kennedy das Attentat vom 22. November 1963 in Dallas überlebt - das weiß nur, wer es verhindert. Der Englischlehrer Jake Epping soll diese Chance bekommen - als Zeitreisender in Stephen Kings (Bild) neuem Roman "Der Anschlag".

 

Literatur: Haslinger lässt in "Jáchymov" offen, ob das Buch Roman oder Dokumentation sein will

Halbgar servierte Geschichte

Von unserem Mitarbeiter Hans-Dieter Fronz

"Das muss erzählt werden", findet Anselm Findeisen. Vielleicht hat der am Morbus Bechterew, einer rheumatischen Erkrankung mit Gelenkversteifung leidende Wiener Kleinverleger nicht einmal Unrecht. Ob aber die Geschichte genau so erzählt werden musste, wie sie uns Josef Haslinger in seinem Roman "Jáchymov" auftischt, lässt sich fragen.

 

Roman: Andreas Maier schreibt seine Familiensaga fort

Dunkel faszinierend und ganz normal

Von unserem Redaktionsmitglied Uwe Rauschelbach

Natürlich kann man darüber streiten, ob die Bezeichnung "Roman" auf jene groß angelegte Familiensaga passt, die Andreas Maier mit dem Buch "Das Haus" nun fortgesetzt hat. Dennoch sollte man nicht den Fehler machen, seine Rückblicke auf eine Kindheit und Jugend in der hessischen Wetterau als Tatsachenberichte zu lesen.

 

Roman: Der Kenianer Ngugi wa Thiong'o legt mit "Herr der Krähen" ein Meisterwerk vor

Eine Persiflage auf Politiker

Von unserem Redaktionsmitglied Manfred Loimeier

Der Diktatorenroman hat sich innerhalb der afrikanischen Literaturen wenig überraschend zu einem eigenen Genre gemausert.

 

Sachbuch: Über lustvolle Tabubrüche in neuen US-Serien

Ganz einfache Gründe für echtes Blut im Fernsehen

Von unserem Mitarbeiter Tilmann P. Gangloff

Manchmal lässt sich Erkenntnisgewinn auf einen ganz einfachen Nenner reduzieren. Lang und breit setzt sich Filmwissenschaftler Ivo Ritzer (Uni Mainz) in diesem handlichen Büchlein mit den lustvollen Tabubrüchen auseinander, an denen man sich seit einigen Jahren in amerikanischen Serien erfreuen kann. Da ist viel von Kunst und von innovativem Fernsehen die Rede, die Komplexität der Produktionen wird gewürdigt, Koryphäen werden ausführlich zitiert.

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