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Manufaktur: Bei Biffar in Deidesheim werden Ingwer, Orangen und Mandeln kandiert

Feine Früchte entfalten Aroma

Archiv-Artikel vom Mittwoch, den 21.11.2012

Von unserem Redaktionsmitglied Michaela Roßner

Makellos sind die Orangen, die in der Manufaktur kandiert werden.

© Biffar

Deidesheim. Der Duft nach süßem Ingwer umschmeichelt die Nase in der Produktionshalle der einzigen Kandiermanufaktur Biffar in Deidesheim. Neben den Stäbchen aus der asiatischen Knolle werden hier auch Zitrusfrüchte, junge Mandeln oder Walnüsse in unvergleichliche Naschereien verwandelt. "Alles in Zucker" lautet hier das Motto - und zwar schon seit 1852, als ein Zweig der Familie begann, mit hiesigem Obst etwas Kostbareres als Konfitüre herzustellen. 1890 gründete Josef Biffar, Urgroßvater der jetzigen Chefin Lilli Biffar-Hirschbil, die Manufaktur. Das Kandieren hatte er in Frankreich und Italien gelernt.

450 Tonnen Obst und Ingwer

In einem aufwendigen, mehrstufigen Verfahren wird den Früchten unter Vakuum Wasser entzogen. Zuckerlösung macht die Früchte haltbar und sorgt dafür, dass sich die natürlichen Aromen noch stärker entfalten. "Bis zu 13 Mal wird jedes Produkt in die Hand genommen", berichtet Hubert Hirschbil, der das Unternehmen seit 2007 mit seiner Frau leitet. 42 Mitarbeiter verarbeiten pro Jahr rund 150 Tonnen Obst - darunter 28 Tonnen Orangen.

Confiserie Biffar

Confiserie Manufaktur Biffar, Niederkircher Straße 15, 67146 Deidesheim.

Telefon: 06326/96760.

Internet: www.biffar.com

Öffnungszeiten des Manufaktur-Verkaufs: Montag bis Freitag von 9 bis 17 Uhr, Samstag von 10 bis 13.30 Uhr.

Hinzu kommen 300 Tonnen junger Ingwer, der in vierfach biozertifizierten Betrieben in China per Hand geschnitten wird. 1950 hatte Gerhard Biffar den Ingwer ins Programm genommen - Biffar gilt heute als der Spezialist für die Sprosswurzeln der Gewürzlilie.

Ingwerstäbchen werden in Deidesheim auch mit feinster Schokolade überzogen, in köstliche Pralinen eingearbeitet oder zu Likör gemacht. Bekannt war diese Leckerei zunächst in Norddeutschland, weil Seefahrer den antibakteriell und gegen Reisekrankheit wirkenden Ingwer gerne ins Gepäck nahmen.

Zum Tee - oder im Tee - entfalten die zarten Stäbchen ebenfalls ihr Aroma perfekt. Von Deidesheim aus gehen die Spezialitäten in die ganze Welt, wo sie vor allem bei Feinkostgeschäften wie etwa bei Dallmayr und Hussel über die Ladentheke gereicht werden. Auch Sternekoch Alfons Schubeck schwört auf die Produkte.

2009 investierten die Hirschbils, bauten eine neue Produktionshalle. Kandiert wird aber auch noch in den alten Kupferkesseln, in denen schon der Großvater Mandeln und Walnüssen zarten Biss verlieh.

Mittwoch, 21.11.2012
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