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Donnerstag, 24.07.2014

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Typisch regional: Hausmacher Lewwerworschd

Wurstbrot läuft wie geschmiert

Diese Brotzeit schmeckt bestens nach einer Wanderung.

© Rinderspacher

Die kalte pfälzische Alternative zum Saumagen ist die Hausmacher: Leber- und Blutwurst samt Schwartenmagen bilden einen fettigen Dreier auf dem Teller. Sie munden nach einer langen Wanderung im Wald und als Brotzeit zu einem guten Viertel. Am besten frisch geschlachtet vom Metzger Ihres Vertrauens, aber auch geräuchert oder aus der Dose für die Vorratshaltung.

Favorit ist dabei die Lewwerworschd, die sich nicht von ungefähr so trefflich auf Dorschd reimt. Der graue Kringel ist zwar äußerlich eigentlich kein Augenschmaus (weil der Einsatz von Pökelsalz verboten ist), doch der Inhalt lässt die Geschmacksnerven der Bewohner rechts und links des Rheins vibrieren und über die wahre Zusammensetzung "dischbediere". Kein Wunder, dass das Geschäft wie geschmiert läuft.

In dem Darm verstecken sich Schweineleber, Schweinefleisch und -speck sowie Zwiebeln. Ganz wichtig sind die Gewürze, angefangen vom Kochsalz über Pfeffer, Muskatnuss, Koriander bis hin zu Nelken, Majoran und nach Belieben klein gehacktes "Peterle".

Gern kuschelt sich die Blutwurst an die Seite des begehrten Rings. Sie besteht zur Hälfte aus Rückenspeck und je einem Viertel frischen Wutzstückchen sowie Schwarten. Diese Griebenwurst hat übrigens noch eine abgemagerte Verwandte. Das ist die Bluns, die ganz ohne Schwarten die Figurbewussten gern verspeisen. Natürlich darf bei dem beliebten Sattmacher eine dicke Scheibe Schwartenmagen nicht fehlen.

Pellkartoffeln und frisches Bauernbrot dämpfen die fettige Ladung. Rettich und Radieschen verleihen zusätzlichen Pfiff. Auch Sauerkraut bekommt zu der schweren Kost, schließlich wirkt es entschlackend. In jedem Fall sind dem Hausmacher-Freund die Kalorien relativ worscht. Sigrid Ditsch

Freitag, 23.11.2012
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