» Startseite > Freizeit > Familie > Artikelseite
Von Tanja Rühle
Schriesheim. In Reih und Glied marschieren sie mit ihren orangefarbenen Umhängen und gelben Mützen durch die Stollen. Doch es sind nicht etwa die Sieben Zwerge, die sich ihren Weg durch die Grube Anna-Elisabeth in Schriesheim bahnen, sondern eine Kindergartengruppe, die mit einem Führer in Schutzkleidung das Bergwerk erkundet.
Während draußen die Sommersonne brennt, ist es in der Grube so kühl, dass man eine Jacke braucht. Hier wurde im 15. und 16. Jahrhundert Silbererz und später Eisenvitriol, auch bekannt als Katzengold, abgebaut. Auf verschiedenen Tafeln am An-fang des Stollens erfahren die Kinder vom Bergwerkführer einiges über die Geschichte der Grube und deren Schätze. Die funkelnden Gesteinsproben, die er mitgebracht hat, wandern durch die Kinderhände. "Schau mal, wie das funkelt", sagen die Kleinen ganz begeistert.
Weiter geht es immer tiefer in den Berg hinein. Über eine schmale Stiege geht es noch weiter hinab. Hier unten ist Vorsicht geboten. Der Boden ist bisweilen recht glitschig. Auf dem Weg nach unten kommt die Gruppe an Figuren vorbei, die eine typische Arbeitsszene nachstellen.
Hier erfahren die Kinder alles über das harte Leben der Bergarbeiter, die häufig selbst noch Kinder waren. Über den Wetterschacht gelangt die neugierige Gruppe zum Tagstollen und ist nach knapp eineinhalb Stunden unter Tage sichtlich froh, wieder an der frischen Luft zu sein. Summa summarum: Die Grube Anna-Elisabeth ist ein ideales Ausflugsziel an besonders heißen Sommertagen.
Allerdings sollte man sich eine Jacke und festes Schuhwerk mitnehmen. Interessant ist die Führung für Kinder ab drei Jahren.
Morgenmagazin
05. August 2010
Radwandern mit dem Trekkingrad. Wer gern in der Natur ist, sollte mal eine Radwanderung machen.
Adresse der Seite: http://www.morgenweb.de/freizeit/familie/20100805_mmm0000000362626.html