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Frauen werden schnell hysterisch und kaufen ständig Klamotten; Männer geben sich im Job als Alleskönner und stehen doch verloren vor einer Waschmaschine: Klischees über die Unterschiede zwischen den Geschlechtern boten schon häufig Stoff für Komödien. Nun setzt auch die Französin Pascale Pouzadoux auf dieses Sub-Genre. In "Auf der anderen Seite des Bettes" lässt sie die stets reizende Sophie Marceau und den durch den Kinoerfolg "Willkommen bei den Sch'tis" bekannten Dany Boon einen Rollentausch starten.
Die Hausfrau und Mutter übernimmt für ein Jahr die Aufgaben ihres Mannes in einer Baugerätefirma, er dagegen hütet von nun an Haus und Kinder. Über banales Alltagsbeobachten kommt der eher oberflächliche Film dabei allerdings kaum hinaus.
Ariane (Marceau) ist es leid, den ganzen Tag durch die Gegend zu hetzen und ihre Kinder zu versorgen, ohne dass irgendjemand etwas davon wahrnimmt. Auch ihr Mann Hugo (Boon) registriert ihr Herumwirbeln kaum, sondern kritisiert lieber mal die Fehler und das Unerreichte. Als Hugo, ansonsten kompetenter Leiter einer größeren Firma, dann auch noch als Vater versagt und seine kleine Tochter beim Arzt vergisst, hat Ariane genug. Sie will sich trennen - es sei denn, Hugo lässt sich auf einen Rollentausch ein. Hugo stimmt widerwillig zu.
Auch wenn diese Ausgangssituation eine reizvolle Idee ist und für komische Momente sorgen könnte, schöpft Regisseurin Pouzadoux dieses Potenzial nur selten aus: Ausnahmen sind Szenen wie die, in der Hugo irgendwann eine seiner neuen Aufgaben zu mögen beginnt und sichtlich vergnügt Teile aus Arianes Schmuck-Kollektion verkauft. Umgeben von vier Damen liegt er in einer Szene am Pool und zeigt entspannt Bilder seiner Kinder, während die Kundinnen aufgeregt nach "Bijou! Bijou!", also Schmuck verlangen.
Morgenmagazin
28. Januar 2010
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