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Dieser Film macht Appetit auf mehr. Im 3D-Animations-Spektakel "Wolkig mit Aussicht auf Fleischbällchen" regnet es Cheeseburger, Käse, Pizza, Hähnchenschenkel und Eis vom Himmel. Das Wetter spielt verrückt. Schuld daran ist der junge Forscher Flint Lockwood. Regenwasser kann er mit Hilfe extrem komplizierter Technik in die Lieblingsgerichte seiner Nachbarn transformieren. Eine willkommene Abwechslung im kleinen Provinzstädtchen Affenfels, das seit Jahrzehnten vom Sardinenfang lebt und Fische inzwischen gründlich satthat.
Die moderne Schlaraffenland-Fantasie der amerikanischen Animationsfilmer Christopher Miller und Phil Lord (Sony Pictures Animation) basiert auf dem gleichnamigen, 1978 erschienenen Kinderbuch von Judi Barrett. Der Film fährt alle technischen Raffinessen auf, beeindruckt mit großem Tempo, Witz und Ironie. Dabei ist die Story ziemlich vorhersehbar.
Großartig aber ist die Zeichnung der einzelnen Charaktere: Der spindeldürre Flint als "Nerd", der mit seinem Äffchen ständig in seinem Laboratorium rumhängt und keine Freunde hat. Oder Flints stämmiger Vater mit seinem dicken Schnauzbart und den Augenbrauen, die so buschig sind, dass sie die Augen vollständig bedecken. Gerne hätte er, dass sein Sohn tatkräftiger Partner im familieneigenen Angler-Laden wird. Doch Flint sträubt sich.
Flints Leben als Eigenbrötler findet ein abruptes Ende, als endlich eine seiner Erfindungen funktioniert und die Wundermaschine zur Freude seiner Mitmenschen Essen regnen lässt. Jeden Tag nimmt Flint von da an Wünsche für Leibgerichte entgegen. Vor allem der Bürgermeister kann den Hals nicht voll bekommen. Doch die Gier der Menschen überfordert Flints Maschine, die die Lebensmittel plötzlich zu monströsen Riesengebilden mutieren lässt. Dann taucht auch noch Sam Sparks auf, die beim Fernsehen ein Praktikum macht und über das Wetter-phänomen berichten soll ...
Morgenmagazin
28. Januar 2010
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