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"Stirb langsam – Ein guter Tag zum Sterben": Bruce Willis räumt mit russischen Schurken auf

Auf in den Kampf, Kahlkopf

Von Gebhard Hölzl

Feuer frei: Szene aus dem fünften "Stirb langsam"-Film mit Bruce Willis (links).

© dpa

"Yippie Ya Yeah, Schweinebacken!" Der Schlachtruf ist bekannt, sein Held noch bekannter: Bruce Willis, der Abraham unter den Actionheroen, kehrt in seiner Kultrolle als Police Detective John McClane in "Stirb langsam - Ein guter Tag zum Sterben" auf die Leinwand zurück. Vor 25 Jahren schlug er in "Stirb langsam" in diesem Part erstmals zu, bekämpfte in einem Hochhaus einen deutschen Finsterling namens Hans Gruber, der eine Weihnachtsgesellschaft zur Geisel genommen hatte. Cool, maulfaul, effektiv... eine Ein-Mann-Armee, ein durchschnittlicher Cop, der an seiner Aufgabe wächst und seinen Job erledigt.

Die Gesetze des Genres hat er damals neu definiert. Bis heute hat sich da recht wenig geändert. McClane ist unverwechselbar, auf ihn ist Verlass. So nun auch im inzwischen fünften Teil der Erfolgsserie. Von New York nach Moskau verschlägt es ihn diesmal, tödliche Korruption und finstere russische Politkämpfe sind angesagt. Grund der Reise ins "Reich der Finsternis" - alte Feindbilder funktionieren immer noch! - ist sein entfremdeter Sohn Jack (Jai Courtney).

Der ist verhaftet worden, der Prozess soll ihm gemacht werden - und der Papa will ihn rausholen. Blöd nur, dass der Filius gar kein böser Bube ist, sondern als verdeckter Agent für die CIA arbeitet. Du bist also "ein 007 von Plainfield, New Jersey" stellt McClane verwundert fest - auch auf die Kalauer wird diesmal nicht verzichtet. Der Sohn tobt, denn nun ist seine Deckung aufgeflogen. Einem russischen Top-Terroristen ist er auf der Spur, um aus Tschernobyl gestohlenes, waffenfähiges Uran geht es, um heimtückische Verschwörungen und doppeltes Spiel. Alles sattsam bekannt.

Doch die Story, das Drehbuch stammt vom einschlägig vorbelasteten Skip Woods ("Das A-Team - Der Film"), ist von untergeordnetem Belang, sieht man vielleicht vom Vater-Sohn-Konflikt ab, der für die wenigen heiteren Momente sorgt. Das Augenmerk liegt auf der Action. Dabei wird olympisch gedacht: größer, weiter, höher. Entsprechend haben die Produzenten mit John H. Moore ("Im Fadenkreuz - Allein gegen alle") einen Regiehandwerker verpflichtet, der gerne nach dem Motto "nicht kleckern, klotzen" arbeitet. Ein Riesenspektakel ist die logische Folge. Stunts, Explosionen und Feuergefechte, bei denen so viel Munition verballert wird wie in einem afrikanischen Bürgerkrieg.

Mit einer Befreiungsaktion aus einem Gerichtssaal geht's los, das Gebäude zerfällt in Schutt und Asche, und schon folgt eine furiose Autoverfolgungsjagd. Vorne der Sohnemann mit dem russischen Überläufer Komarov (Sebastian Koch), dahinter die elegant gewandeten Bösewichte, angeführt von Ballettliebhaber Alik (Rasha Bukvic), und auf deren Fersen schließlich die glatzköpfige Kampfmaschine McClane.

Besternte Nobelkarossen gehen dutzendweise zu Bruch, die Straßen Budapests, hier wurde die sowjetische Metropole nachgestellt, sehen schnell aus als wäre ein Tornado hindurchgefegt. Im Ballsaal eines Nobelhotels kommt es zur nächsten Schießerei. Dutzende Glasscheiben gehen zu Bruch - eine kleine Verbeugung vor Teil eins-, und dann steht das Finale an. Russische Kampfhubschrauber inklusive. Augen zu und durch heißt's für die McClanes wie für die Zuschauer. Hollywoods Pyrotechniker zeigen, hervorragend unterstützt von den besten Stuntleuten der Welt, was sie können.

Die digitalen Effekte sind sparsam eingesetzt, altmodisch analog gehen die Darsteller und ihre Doubles zur Sache. Schauspielerische Finessen sind nicht gefragt, nur pure Präsenz und Körperlichkeit. Darauf verstehen sich Willis und "Jack Reacher"-Finsterling Courtney ebenso wie Koch und Bukvic, die beiden Frauen - Komarovs bzw. McClanes Töchter (Yulia Snigir & Mary Elizabeth Winstead) - dienen lediglich als schmückendes Beiwerk. Wie gesagt: "Yippie Ya Yeah, Schweinebacken!"

© Mannheimer Morgen, Donnerstag, 14.02.2013
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