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Berge und Bambus

Von Ulrich Uhlmann

Die Metropole Hongkong im Südchinesischen Meer bietet mehr als nur Großstadtflair. Zahlreiche Inseln betören mit Natur.

Damit es dem auf dem Hügel lebenden Drachen nicht die Sicht versperrt, musste das Apartmenthaus in Repulse Bay mit Loch gebaut werden.

© Uhlmann

Der Blick auf Hongkong ist schließlich in der Tat hinreißend.

© Uhlmann

Wie kann man sich wohlfühlen in einer Großstadt, die so viele Einwohner hat wie die Schweiz, aber weniger als ein 40stel der Fläche des Alpenlandes einnimmt? Wie kann man leben in einem Häusermeer, in dem die Wohngebäude 40 Stockwerke zählen und die Bürobauten gar 60 Etagen? Wie können drei Generationen in einer Wohnung von nur 30 bis 40 Quadratmeter auskommen, ohne in ständiger Familienfehde zu liegen?

Des Rätsels Lösung: das grüne Umland Hongkongs und die zahlreichen Erholungs- und Freizeitmöglichkeiten. Immerhin bestehen 40 Prozent der Fläche Hongkongs aus Landschaftsparks - mit Pinienwäldern, Bambushainen, Palmen und Mangroven-Sümpfen. Und dann gibt es nicht zuletzt mehr als 230 vorgelagerte Inseln im Südchinesischen Meer, meist unbewohnt, von denen viele zu Wochenendausflug und Picknick einladen.

Blick vom Victoria-Gipfel

Info: Hong Kong Tourism Board (HKTB), Humboldtstr. 94, 60 318 Frankfurt, Tel.: 069/959 12 90, frawwo@hktb.com, www.DiscoverHongKong.com

Veranstalter: China Tours, Wandsbeker Allee 72, 22 041 Hamburg, Tel.: 040/819 73 80, www.ChinaTours.de (China Tours bietet eine 23-tägige Reise mit Peking, Shanghai, Jangtze, Hongkong und Guilin ab zirka 3000 Euro an).

Literatur: "Richtig Reisen: China", DuMont Reiseverlag, 24,95 Euro; "China-Handbuch", Trescher Verlag, 17,95 Euro; "Nelles Guide: China, Nelles Verlag, 12,90 Euro.

Hauptattraktion für Besucher und Einwohner Hongkongs ist der Victoria-Peak - 554 Meter über Hongkong Island gelegen, in Augenhöhe zum neuen Ritz-Carlton-Hotel mit fast 500 Metern. Vom "Hausberg", wenn nicht wolkenverhangen, bietet sich ein traumhafter Blick auf das Panorama der Wolkenkratzer, auf den Hafen und weit ins bergige Hinterland hinein. Ein Weg führt in einer knappen Stunde rund um den Peak und zeigt nach stets wenigen Metern neue Ausblicke auf Stadt und Meer.

Die Landschaft erwandern kann der Besucher auch auf Lantau. Trotz des Großflughafens dort, hat die Insel ihr ursprüngliches Flair bewahrt. In mehreren Tagesetappen lässt sich hier der Lantau-Trail über 70 Kilometer entdecken.

Naturfreunden ist auch eine Fahrt in die Neuen Territorien zu empfehlen. Dort wartet unweit der Grenze zum chinesischen Festland das Naturreservat Mai Po. Hier leben im Mangroven-Feuchtgebiet neben Schlangen, Mungos, Zibetkatzen und Ottern auch über 300 Vogelarten.

Ein weiteres Naturschutzprojekt in den Neuen Territorien ist der Hong Kong Wetland Park, der mit seinen Mangroven-Sümpfen und künstlich angelegten Lagunen unmittelbar an die Hochhäuser der Satellitenstadt Tin Shui Wai angrenzt.

Und was hat Hongkong seinen Einwohnern und Gästen noch für Freizeit und Erholung zu bieten? Zum Beispiel jedes Jahr die traditionellen Drachenboot-Feste. Drachenboot-Rennen haben in Südchina eine wohl 2000-jährige Tradition. 1976 wurde sie vom Hong Kong Tourism Board wiederbelebt. Bunt geschmückte, schmale Boote, ursprünglich aus Teakholz, mit kunstvollen Drachenköpfen, wetteifern unter dem Trommelschlag des Rudertakts um den Sieg. 25 Meter können sie lang und von bis zu 100 Paddlern besetzt sein. Kein Wunder, wenn solch ein Boot mitunter kentert. Doch Rettung ist nah.

Wer sich mehr für das ursprüngliche Leben rund um Hongkong interessiert, ist in dem kleinen 800-jährigen Fischerdorf Tai O auf Lantau am richtigen Fleck. Typisch für den Ort sind die Stelzenhäuser, die einen kleinen Kanal säumen. Die hölzernen Pfahlbauten, althergebracht, überwiegend von dicken Stricken zusammengehalten, sind Familienunterkünfte der Tanka, eines früheren Seefahrervolkes, das das Gebiet um Hongkong lange vor den Briten besiedelte.

Entlegene Klosterwelt

Unweit von Tai O wartet ein weiteres Freizeiterlebnis - das Kloster Po Lin. Der aromatische Geruch von Räucherstäbchen, vergoldete Buddhastatuen und vielfältige Opfergaben der Gläubigen versetzen den Besucher in eine andere Welt. Hoch über der Klosteranlage am gegenüberliegenden Berghang thront seit 1993 der lächelnde, gigantische Bronzebuddha - 26 Meter hoch und über 200 Tonnen schwer. Die geschäftstüchtigen Mönche hatten die Spenden für den Bau in aller Welt gesammelt. Hin kommt der Klosterfan in halbstündiger spektakulärer Fahrt mit der Seilbahn Ngong Ping 360.

Übrigens, Hong Kong Tourism Board hat vor Ort für seine Gäste ein umfangreiches kostenloses Programm als "Kulturelles Kaleidoskop" im Angebot, das mit Land und Leuten einleitend bekanntmacht. Da gibt es Schnupperunterricht in Tai Chi, einen Minikurs in chinesischer Teekunde, eine Führung durch die Geschichte Hongkongs oder eine Backstunde, in der einheimischer Kuchen hergestellt wird. Gegen eine kleine Gebühr kann der Entdeckungslustige auch an einer Wanderung durch den Stadtteil Central oder an einer Dschunkentour quer durch den Victoria-Hafen teilnehmen.

© Mannheimer Morgen, Samstag, 29.09.2012
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