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Immer die richtige Jahreszeit

Von Stephan Eisner

Mallorca ist nicht zu unrecht eines der beliebtesten Reiseziele der Deutschen. Gerade jetzt, wo noch eine Art "Winterschlaf" herrscht, lohnt sich ein Besuch ganz besonders.

In der Tiefebene Es Plà blühen im Frühjahr die Mandelbäume ...

... die Liegen des "Bon Sol" sind noch unbesetzt ...

... und das Lamm in "Es Verger" schmeckt besonders gut. (Bilder: se/on)

Es gibt unzählige Gründe, nach Mallorca zu reisen. Sonne, Strand, Meer, das köstlich-deftige Essen und nicht zuletzt die netten Menschen sowie die kurze Anreise sprechen dafür, einen Abstecher auf die Hauptinsel der Balearen zu unternehmen. Während Partysuchende und Badefans die Sommermonate bevorzugen, bieten sich der ausklingende Winter und das Frühjahr perfekt dazu an, das andere Mallorca kennenzulernen.

Es ist schon lange kein Geheimnis mehr, dass sich neben den Touristenzentren auf der Insel auch viele sehr ruhige Winkel verbergen. Und wenn es in Deutschland ungemütlich ist, dann bieten sogar die sonst so überlaufenen Partymeilen wunderbare Ruhe. Die Playa de Palma beispielsweise ist - ohne die Menschenmassen auf der Promenade und am Strand - ein perfekter Ort für einen ausgedehnten Spaziergang am Meer. Immer die Kathedrale der Inselhauptstadt im Blick, kann sich der Besucher kaum vorstellen, dass am nun so ruhigen "Ballermann 6" in wenigen Wochen wieder hektoliterweise Sangria und Bier fließen.

Weg durch neues "In"-Viertel

Anreise: Täglich fliegen zahlreiche Fluggesellschaften aus Deutschland nach Palma de Mallorca.

Kosten: ab etwa 150 Euro.

Informationen: auf dem offiziellen Tourismusportal Mallorcas, www.infomallorca.net/index.de.html

Wetter: Die Temperaturen im März liegen bei durchschnittlich rund zehn Grad. Allerdings scheint die Sonne sechs Stunden am Tag - und ist schon sehr intensiv.

Hotels: Auswahl exklusiver Unterkünfte unter www.reisdemallorca.com

"Bon Sol", Doppelzimmer ab 99 Euro mit Halbpension (ab 10. Februar), www.hotelbonsol.es

"Hotel Bendinat", Doppelzimmer ab 99 Euro mit Frühstück (ab 1. März), www.hotelbendinat.es

Am Übergang der Playa de Palma zu Can Pastilla gibt es Möglichkeiten, Fahrräder zu leihen. Nach wenigen Metern auf dem Zweirad verschwinden die Hotelburgen, und kleine Fischerhäuschen säumen den Radweg in Richtung Inselhauptstadt. Dann weisen karge Sträucher, Sand und leichte Dünen den Weg in ein Naturschutzgebiet, nur wenige Kilometer von El Arenal entfernt.

Der Weg führt vorbei am Puro Beach Club, einem coolen Ort für ein Getränk. Weiter auf dem Radweg geht es direkt unter der Einflugschneise des Flughafens zur Bucht Cala Gamba in Coll d'en Rabassa. Dort leben viele Mallorquiner und es wird immer trendiger, sich eines der kleinen Fischerhäuschen zu ergattern. Die Immobilienpreise - obwohl Mallorca auch heftig von der spanischen Wirtschaftskrise getroffen ist - explodieren.

Zahlreiche Bars und Restaurants prägen das Bild von Portixol, die neugestaltete Uferpromenade zeigt - mit viel Stein und Edelstahl -, wie Tradition und Moderne formschön gepaart werden können.

Nach rund zehn Kilometer Fahrt ist die Kathedrale La Seu in Palma erreicht. Zwischen Palmas Altstadt und El Terreno liegt der Stadtteil Santa Catalina. Früher Drogensumpf und Unterschlupf von Verbrecherbanden, hat sich das Viertel in den vergangenen Jahren zum Ausgehplatz gemausert. Im Dreieck zwischen Passeig Maritim, Avenida d'Argentina und Carrer Espartero tummeln sich Restaurantbesucher und Nachtschwärmer.

Morgens lohnt sich ein Bummel durch die kleine Markthalle zwischen der Plaça Progrés und der Avenida d'Argentina. Jeden Tag von 9 bis 13 Uhr verkaufen dort Einheimische feinste mallorquinische Köstlichkeiten - die Tapas sind göttlich! "Santa Catalina" ist zwar viel kleiner als der Olivar-Markt, ist dafür aber sehr gut sortiert und auch auf ausgefallene Produkte spezialisiert.

Für Mallorca-Kenner ist der Wandertipp sicherlich nicht der neueste. Wer aber noch nicht dort war, hat schlichtweg etwas versäumt. Von dem kleinen Ort Orient im Tramuntana-Gebirge aus gibt es eine wundervolle Wanderung zum Castell d'Alaro. Für den rund zweistündigen Aufstieg, der kurz nach dem Hotel "Hermitage" beginnt, sollte man trittfest sein. Durch Olivenhaine geht es über Schafweiden nach oben zu einem Kamm, an dem der Weg zur verfallenen Burg weiter nach oben führt. An der Burgruine angekommen öffnet sich ein toller Blick auf die Bucht von Palma und auf die blühenden Mandelbäume in der Tiefebene Es Plà.

Wenige Höhenmeter tiefer liegt der Gutshof "Es Verger" (montags Ruhetag), bei dem ein Stopp ein absolutes Muss ist. Die über Stunden in Bier- und Kräutersud geköchelte Lammschulter ist an Geschmack und Zartheit nicht zu überbieten. Das wissen auch zahlreiche Touristen und Einheimische - doch es lohnt sich noch immer. Der Landwein und die Oliven aus eigenem Anbau sind herb, schmecken aber mit jedem Schluck und Happen besser. Über den Kamm geht es dann wieder zurück nach Orient.

Kaum ein Ort in Europa hat eine derartige Auswahl an Unterkünften jeglicher Art wie Mallorca: Von der Nullsternebehausung in El Arenal bis hin zu preisgekrönten Fünfsternehotels, von der süßen Altstadtwohnung bis hin zur Meerblickvilla in Port d'Antratx. Zwei ganz besondere Hotels gibt es bei Palma, in Illetas und Bendinat. Das "Bon Sol" ist seit Jahrzehnten eine feste Größe auf der Insel. Liebevoll von der Familie Xamena geführt, hat es nicht nur eine hervorragende Küche und Flair mit alter spanischer Traditionseinrichtung, sondern es verfügt auch über einen eigenen Sandstrand, der sich an einen gepflegten mediterranen Garten anschließt.

Meerzugang und eine einmalige Lage inmitten alter Villen bietet das "Hotel Bendinat". Ein Kopfsprung ins Meer als Tagesbeginn ist nicht zu überbieten, das Frühstück mit Seeblick ebenfalls. Es gibt eben viele Gründe, nach Mallorca zu fahren.

© Mannheimer Morgen, Samstag, 19.01.2013
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