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Mann, Mark und Marzipan

Von Tanja Rühle

Die Wahrzeichen der Hansemetropole Lübeck strahlen weit über die Grenzen der Stadt hinaus und lohnen immer eine Reise nach Schleswig-Holstein.

Das Holstentor in Lübeck wurde durch den 50-Mark-Schein weltweit bekannt ...

© Rühle

... aber auch eine Einkehr in der traditionsreichen Gaststätte "Schiffergesellschaft" (rechts) bietet ein unvergessliches Erlebnis.

© Rühle

Was haben Thomas Mann, Marzipan und der 50-Mark-Schein gemeinsam? Sie sind auf besondere Art und Weise mit der Hansestadt Lübeck verbunden. Ganz klar, dass die drei bei einem Lübeck-Besuch ganz oben auf dem Programm stehen.

Nähert man sich der Stadt von der literarischen Seite, führt kein Weg am Buddenbrookhaus in der Mengstraße 4 vorbei. Das weiße, verschnörkelte Gebäude diente der Familie Mann von 1842 bis 1891 als Wohn- und Geschäftssitz. Dort spielt auch Thomas Manns Roman "Die Buddenbrooks". Heute beherbergt das hübsch restaurierte Gebäude ein Museum über das Leben und literarische Schaffen der Brüder Heinrich und Thomas Mann.

Tipps und Adressen

Info: Welcome Center, Holstentorplatz 1, Tel.: 0451/889 97 00; www.luebeck-tourismus.de

Sehenswürdigkeiten: Günter-Grass-Haus, Glockengießerstr. 21, Manuskripte, Grafiken und Skulpturen des Wahllübeckers und Nobelpreisträgers. Kunsthalle St. Annen und St. Annen-Museum, St. Annen-Str. 15: sakrale Kunst; Burgkloster, Hinter der Burg 2-6, Europäisches Hansemuseum (im Bau). Im "Café Niederegger" kann man alles über das "weiße Gold", über Marzipan, erfahren. Das Buddenbrookhaus in Lübeck ist seit 1993 Gedenkstätte. Es beherbergt die Deutsche Thomas-Mann-Gesellschaft, die Heinrich-Mann-Gesellschaft und die Erich-Mühsam-Gesellschaft.

In den detailgetreu eingerichteten Räumen fühlt man sich Jahrhunderte zurückversetzt in die Welt der Kaufmannsfamilie Buddenbrook. Dieses Gefühl verfolgt den Besucher in der gesamten Altstadt. Sei es am Rathaus in der Breiten Straße, erbaut von 1230 bis 1308, vor den Toren des Heilig-Geist-Hospitals, einem der ersten Krankenhäuser Europas im gotischen Stil, oder am Holstentor, dessen Architektur noch vom 50-Mark-Schein her bekannt ist.

Spätmittelalterliches Stadttor

Das etwas windschiefe Wahrzeichen der Stadt zählt zu den bedeutendsten erhaltenen Stadttoren des Spätmittelalters in Deutschland. Im Inneren ist ein Museum zur Stadtgeschichte untergebracht.

Nicht weit entfernt, am Holstentorplatz 1, befindet sich die Touristeninformation. Dort starten Stadt-und Kinderführungen, die einen guten Überblick über Geschichte und Gebäude Lübecks bieten. Außerdem bekommen Urlauber Besichtigungstipps für einen Kurzaufenthalt. Zum Einkehren gibt es unzählige Möglichkeiten. Zu den Traditionsrestaurants der Hansestadt zählt sicher die "Schiffergesellschaft". Schon von außen sticht das Backsteingebäude in der Breiten Straße 2 mit seinen Treppengiebeln ins Auge. Drinnen kommt man sich vor wie in einem Museum. Schiffe, Wappen und Leuchter zieren den Raum.

Eine Institution ist in Lübeck auch das "Café Niederegger" in der Breiten Straße. Seit über 200 Jahren wird dort Marzipan hergestellt und in allen erdenklichen Formen verkauft. Marzipan-Torten, -Likör, -Eis, -Waffeln, -Figuren - die Wahl fällt schwer bei so vielen Verlockungen.

Während man im Café Kuchen und heiße Schokolade genießen kann, herrscht im vorgelagerten Verkaufsraum hektisches Gedränge: Beliebt ist die Mandelmasse vor allem als Mitbringsel. In der zweiten Etage befindet sich ein kleines Museum. Dort können Besucher einer Mitarbeiterin bei der Kunst des Verzierens mit Marzipan zugucken.

Dichtes Netz an Gassen

Gestärkt kann es nun mit einigen der interessanten Museen der Stadt weitergehen. Geradezu einzigartig und auch noch ein guter Tipp für den Museumsbesuch mit Kindern ist das Theaterfigurenmuseum (Kolk 16). Hinter uralten Mauern verbirgt sich der Nachlass von drei Marionettenspielerdynastien. Fantasievolle Plakate, Drehorgeln und natürlich die bunten Puppen lassen Kinderherzen höher schlagen.

Gleich nebenan können die Kleinen die Puppen im Figurentheater Lübeck auch noch auf der Bühne erleben. Das Figurentheater und das Museum liegen in einem der dicht bebauten Gässchen, die so typisch sind für die alte Hansestadt.

Diese Gänge, Torwege und Höfe sind ein Überbleibsel aus dem Mittelalter und eine Erkundung wert. Häufig führt nur ein niedriger Durchgang wie beim Bäckergang in die kleinen Gassen, dahinter verbergen sich aber häufig wahre Schätze.

Leben am Meer

Natürlich darf in der Hafenstadt auch ein Gang ans Wasser nicht fehlen. Dabei empfiehlt sich ein Spaziergang an der Untertrave den Museumshafen entlang. Dort können Besucher restaurierte, seetüchtige Oldtimer bestaunen. Natürlich werden in Lübeck Hafen- und Kanalrundfahrten angeboten. Die meisten starten an der Fußgängerbrücke der Musik- und Kongresshalle.

Wer einen Hang zum Maritimen hat, sollte Lübecks Seebad Travemünde unbedingt einen Besuch abstatten. Dort lässt es sich wunderbar an der Promenade flanieren und Ozeanriesen beobachten, die von Travemünde aus Skandinavien ansteuern. Außerdem lädt die Viermastbark "Passat" zu einem Ausflug ein. Und dann wäre da noch der Strand, der auch im Spätsommer einen Ausgleich zum Städtetrip bietet.

© Mannheimer Morgen, Samstag, 15.09.2012
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