DAS NACHRICHTENPORTAL RHEIN-NECKAR

 

Sonntag, 26.10.2014

Suchformular
 
 

Lieber Leser, bitte aktivieren sie Cookies, um in den vollen Genuss unseres Angebotes zu kommen.

  • via Facebook teilen
  • Drucken
  • Senden

Speziell ausgezeichnete Wanderwege versprechen Lauffreuden - und Orientierung im Schilderwald

Wandern im Winter

Von Deike Uhtenwoldt

Die Wintersonne hat Kraft. Sie lässt hier und da den Schnee schmelzen - und legt einen Schilderwald frei: Rothaarsteig, Hochsauerlandkammweg, örtliche Rundwanderwege, rote, weiße und schwarze Schilder in Folge an einen Holzpfahl genagelt. Ein knallgelber Pfeil weist zum Rodellift, ein gebogener weißer zum Nordic Aktiv Zentrum. Aber was sollen wir im Winter mit der Lenneroute für Biker anfangen?

Die Deutsche Sporthochschule in Köln hat dem winterlichen Schilderwald den Kampf angesagt - mit einem neuen Schild. Weißer Wanderer auf blauem Grund. Das Siegel steht für Premium Winterwanderwege in der Region Winterberg im Hochsauerland. Das Blau erinnert ein wenig an das öffentliche Verkehrsschild für Fußwege. Nur dass anstelle von Mutter und Kind ein Rucksackträger unter einer Schneeflocke den Winterwanderweg markiert. Ein Pfeil zeigt an, in welche Richtung die Wanderer laufen müssen, ein Schriftzug signalisiert, wo er sich gerade befindet. "Grenzweg Langewiese" ist da zu lesen. Irgendwo zwischen dem Schneepfad Landwehr und dem Berg Gerkenstein müssen wir das Wanderzeichen übersehen haben. Für Ralf Roth, Leiter des Instituts für Natursport und Ökologie an der Sporthochschule Köln, ein Manko: "Schilderwälder sind eine Katastrophe", sagt er. Die Sommerhinweisschilder sollten im Winter abgebaut werden und umgekehrt. 2010 hat sein Institut gemeinsam mit dem Tourismusverband Winterberg acht Winterwanderwege an den Start gebracht. Die Wege werden bei Schneefall mit oberster Priorität geräumt oder gewalzt. Das Siegel stehe für eine gute Erreichbarkeit, Einkehrmöglichkeiten sowie Ausblicke auf die Landschaft.

Das Wanderinstitut bietet eine Übersicht an Wanderwegen: www.wanderinstitut.de/premiumwege

Deutsche Sporthochschule Köln: www.dshs-koeln.de/natursport/institut.html

Ferienregion Hochschwarzwald: www.hochschwarzwald.de

Wandern in Winterberg: www.winterberg.de

Touristiker Nicolaus Prinz, Leiter des Programms Aktivzeit Winterberg, tritt dafür ein, zusätzliche Angebote abseits der Skipisten bereitzuhalten. Dazu gehören geführte Schneeschuhwanderungen oder Nordic-Walking-Schnupperkurse ebenso wie Winterwanderungen. Prinz kennt aber auch die Widerstände der Verkehrsvereine, die auf das alpine Geschäft fixiert seien und vorrechneten, was so ein Schneeschieber kostet. Das sieht Ralf Roth anders. In einer Studie wies er nach, dass zwar Rodeln und Schlittenfahren die populärsten Wintersportaktivitäten der Deutschen sind, aber dass Winterwandern immer beliebter wird. Multioptional heißt in der Sprache der Sporttouristikbranche vormittags Pisten abfahren, nachmittags durch den Schnee wandern. Da dürfe man nicht auf halbem Weg stehen bleiben.

© Mannheimer Morgen, Samstag, 29.12.2012
  • via Facebook teilen
  • Drucken
  • Senden
 
 
TICKER

Kontakt zur Redaktion Vermischtes

Telefon 0621/392-1313
Fax 0621/392-1373

Schreiben Sie uns eine E-Mail!

Notizblock statt Notebook

Statt auf das iPad schreiben jetzt wieder mehr Menschen ihre Ideen auf Papier. Nicht superdünne Notebooks, sondern Notizbücher sind das Markenzeichen der Kreativen. [mehr]

Artikel

Schwarzer Diamant

Trüffel sind Kult im Vaucluse. Mitte November beginnt in dem südfranzösischen Département die Erntezeit des schwarzen Wintertrüffels. Dann wird die Region in der Provence bis Mitte März zum Mekka für Händler, Küchenchefs und Feinschmecker. [mehr]

Zeitumstellung

Sommerzeit zu Ende: Uhrumstellung ohne Probleme

Braunschweig (dpa) - Die Sommerzeit ist in der Nacht zum Sonntag zu Ende gegangen. Die Uhren wurden um 3 Uhr um eine Stunde auf 2 Uhr zurückgedreht. Damit hat die sogenannte normale Mitteleuropäische Zeit (MEZ) begonnen, die im Volksmund einfach Winterzeit heißt. [mehr]

 

DAS NACHRICHTENPORTAL RHEIN-NECKAR