DAS NACHRICHTENPORTAL RHEIN-NECKAR

 

Freitag, 31.10.2014

Suchformular
 
 

Lieber Leser, bitte aktivieren sie Cookies, um in den vollen Genuss unseres Angebotes zu kommen.

  • via Facebook teilen
  • Drucken
  • Senden

Wo wilde Wasser rauschen

Von Tanja Rühle

Triberg im südlichen Schwarzwald lädt zu einem erholsamen Kurzurlaub ein und bietet dafür Deutschlands höchste Wasserfälle - und nicht nur das.

Mit gewaltigem Getöse stürzen die Wassermassen kraftvoll in die Tiefe. An der Oberfläche haben sich weiße Schaumkronen gebildet. Kleinste Tröpfchen in der Luft hüllen die unmittelbare Umgebung in feinsten Nebel. Zusammen mit den moosbegrünten Steinen und dem dichten bunten Blätterwald rund um die Triberger Wasserfälle sorgt das für eine beinahe mystische Stimmung.

Diese Stimmung lockt das Jahr über unzählige Touristen zu Deutschlands "höchsten Wasserfällen", derer sich der kleine Ort im Südschwarzwald rühmt. Etwa 160 Höhenmeter überwindet das Wasser der Gutach über die sieben Kaskaden vom Berg bis ins Tal. Viele Besucher genießen täglich dieses Naturschauspiel, das auch abends aufgrund der stimmungsvollen Beleuchtung zu bestaunen ist.

Frische Luft

Info: Die Gemeinde Triberg liegt im südlichen Schwarzwald. Touristen-Information Triberg, Wallfahrtstr. 4, 78098 Triberg; Tel.: 07722-86 64 90; E-Mail: tourist-info@triberg.net

Übernachten und Wellness: Parkhotel Wehrle, Gartenstr. 24, Triberg; Tel. 07722-860 20; www.parkhotel-wehrle.de; ein über 400 Jahre altes Traditionshotel mit großem Wellnessbereich und ausgezeichneter Küche, drei Nächte im DZ mit Halbpension ab 190 Euro.

Essen: Café Schäfer, Hauptstr. 33, Triberg; hervorragende Schwarzwälder Kirschtorte.

Veranstaltungen: Triberger Weihnachtszauber - vom 25. bis 30. Dezember erstrahlen die Wasserfälle im Glanz von 750 000 Lichtern. Dazu gibt es ein weihnachtliches Programm mit Livemusik, Vorführungen von traditionellem Handwerk und kulinarische Köstlichkeiten. Hexenlochmühle, Hexenlochstr. 13-14, Furtwangen-Neukirch.

Über den Kaskadenweg lässt sich der Wasserlauf schön verfolgen. Wer etwas mehr Puste hat, erklimmt den steilen Waldweg, bis er auf 890 Meter einen grandiosen Ausblick über die Gegend hat. Auf der Scheffel- und der Bergseebrücke kommt man dem Getöse gefährlich nahe, so dass dem Wanderer die Gischt ins Gesicht spritzt, während er sich am klammen Geländer festhält.

Die unglaublich frische Luft, die Wasser und Wald hervorbringen, hat dabei eine vitalisierende Wirkung und regt zu einem längeren Spaziergang durch den Zauberwald ein. Für Liebhaber von Fauna und Flora bietet sich die eineinhalbstündige Wanderung auf dem Naturpfad an. Dort begegnen dem Spaziergänger Eichelhäher, Tannenhäher und Eichhörnchen. Schulkinder füttern diese hingebungsvoll mit Erdnüssen, die an der Kasse erhältlich sind.

Beeindruckende Blattfärbung

Auf dem Boden wachsen die verschiedensten Waldpilze. Dunkle Tannen und gelb bis rot gefärbte Laubbäume sorgen im Herbst für ansprechende Farbtupfer. Wem anschließend noch nach Sehenswürdigkeiten zumute ist, der nimmt den Kulturpfad Richtung Ortsmitte. Vorbei an Hochseilgarten und Mesnerhäuschen schmiegt sich majestätisch die Wallfahrtskirche "Maria in der Tanne" mit ihrem monumentalen Zwiebelturm an den Berg.

Im Gotteshaus entfaltet sich die barocke Pracht in filigranen Schnitzereien. Folgt der Urlauber der Straße weiter, findet er sich alsbald in der Ortsmitte wieder. Die stark befahrene Hauptstraße mit einem Souvenirgeschäft neben dem anderen zählt eher nicht zu den Glanzpunkten der Gemeinde, jedoch dient sie als guter Ausgangspunkt, um die kleinen Gassen und Straßen am Hang innerhalb des engen Tales zu erkunden. Und das lohnt sich - nicht nur wegen der herausragenden Aussicht, sondern auch der schmucken Gründerzeitvillen wegen.

Routen für Aktivurlauber

Besonders hübsch ist die Straße "Zum Kapellenberg". Darüber hinaus laden über 100 Kilometer Wanderwege zu ausgedehnten Spaziergängen ein. Auch Nordic-Walking und Klettern zählen hier zu den beliebtesten Urlaubsaktivitäten.

Kletterfans sollten den Teufelsfelsen im Ortsteil Gremmelsbach oder den Heidenstein in Nußbach aufsuchen. Auch für Mountainbiker gibt es anspruchsvolle Routen. Im Winter sind Langlauf, Schlittschuhfahren oder Rodeln angesagt - dem Aktivurlaub sind also keine Grenzen gesetzt. Weitere Sehenswürdigkeiten sind das Schwarzwaldmuseum, in dem von Kuckucksuhren bis alten Handwerksgegenständen alles ausgestellt ist, was die Region zu bieten hat, der holzgeschnitzte Rathaussaal und die historische Schwarzwaldbahn. Die Strecke führt über 37 Tunnel durchs Gebirge.

Kurhaus und Kino

Für Unterhaltung am Abend sorgen Veranstaltungen im Kurhaus oder im kleinen gemütlichen Kino. Auch ein Schwimmbad hat der beschauliche Ort zu bieten. Zudem locken viele Hotels mit Wellness-Angeboten. Sauna, Dampfbad und Schwimmbad sind teilweise auch gegen Eintritt öffentlich zugänglich.

Nicht zu vergessen ist die Triberger Gastronomie. Für einen so kleinen Ort gibt es erstaunlich viele Cafés, Bäckereien, Metzgereien und Restaurants. Vor allem regionale Köstlichkeiten wie Schwarzwälder Schinken, Käsespätzle, Schäufele und Schwarzwälder Kirschtorte gilt es zu probieren. Ob nun für ein entspannendes Wochenende zu zweit oder Aktivurlaub in der Natur - Triberg eignet sich für beides gleichermaßen.

© Mannheimer Morgen, Samstag, 03.11.2012
  • via Facebook teilen
  • Drucken
  • Senden
 
 
TICKER

Kontakt zur Redaktion Vermischtes

Telefon 0621/392-1313
Fax 0621/392-1373

Schreiben Sie uns eine E-Mail!

ABC zur Gruselnacht

Gespenster, Gruseleien und süße Gaben – der Halloween-Brauch schwappte einst von Irland nach Amerika. Seit einigen Jahren wird er auch in Deutschland zelebriert. Wir haben Fakten von A bis Z gesammelt. [mehr]

Artikel

Nori, Wakamé und Co.

In Asien stehen Algen fast täglich auf dem Speiseplan, in Europa landen sie nur äußerst selten auf dem Teller. Dabei ist das Gemüse aus dem Meer so gesund wie vielseitig – und leicht zuzubereiten. [mehr]

Stefan Raab

Grippe: «Schlag den Raab» fällt aus

Berlin (dpa) - Er ist ein Stehaufmännchen. Mehrfach lag er am Boden, immer wieder rappelte er sich auf. Stefan Raab (48), die große Kämpfernatur von ProSieben, hat bislang keine Sendung ausfallen lassen, seitdem er für den Münchner Privatsender tätig ist. [mehr]

 

DAS NACHRICHTENPORTAL RHEIN-NECKAR