Ludwigshafen.
Was soll man sagen über einen Gitarristen, dem ein Griffbrettvirtuose wie Larry Coryell angeblich auf den Knien die Hände geküsst haben soll? Und der die Fantastischen Vier derart begeistert hat, dass sie ihm bei ihrer MTV-Unplugged-Show 2012 ein dreiminütiges Solo-Feature einräumten?
Flinker Ausnahmemusiker
Der deutsch-spanische Flamenco-Virtuose Rafael Cortes gilt als Ausnahmemusiker. Er steht - weit hinausreichend über die bloße Faszination flinkfingriger Spieltechnik - für einen zeitgenössischen Flamenco Nuevo. Eine Spielart, die die andalusische Tradition bewahrt, sie aber auch um Einflüsse aus Jazz, Pop, Klassik und Latin-Music bereichert.
Freitag, 8. Februar, 20 Uhr, BASF-Gesellschaftshaus, Ludwigshafen. Eintritt: 25 Euro (AK).
Cortes' Musik reflektiert das Lebensgefühl einer globalisierten Welt, die von Migration und kulturellem Transfer geprägt ist. Am 8. Februar ist der Meistergitarrist im BASF-Gesellschaftshaus zu Gast. Mit seiner Gitarre wird er dort arabeskenreiche Klanglandschaften entstehen lassen, die sich von archaischer Härte hin zu kunstvoller Verfeinerung spannen, rhythmisches Feuer beschwören, aber auch selbstversunkene Melancholie und schmerzvolle Leiderfahrung. Tönende Spiegelbilder einer empfindsamen Seele eben, bei denen es irgendwann keine Rolle mehr spielt, ob man sie mit einer Stilkategorie wie Flamenco benennen mag. In Ludwigshafen inszeniert er seine Musik mit Band (zwei Gitarren, Gesang, Cajon) und Tanz. Das verspricht ein Musikerlebnis der Extraklasse. gespi