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Electro: Interview mit dem österreichischen Publikumsmagneten Parov Stelar vor seiner Show in der Feuerwache

„Es ist teilweise wie mit Lego“

Von Jörg-Peter Klotz

Hinter dem Pseudonym Parov Stelar verbirgt sich der Linzer DJ und Produzent Marcus Füreder.

© Petr Klapper

Elektronisch konzipierte Musik entfesselt auf der Bühne bei Parov Stelar dank starker Instrumentalisten mitreißende Energie.

© Klapper

Eine der hippsten und publikumswirksamsten Attraktionen der aktuellen Electro-Szene kommt aus Österreich - und am Dienstag, 19. Februar, 20 Uhr in Mannheims Alte Feuerwache: Parov Stelar und seine Band. Wir sprachen mit dem Linzer DJ und Produzenten Marcus Füreder, der sich hinter dem Pseudonym verbirgt, über den bevorstehenden Auftritt, der von Maifeld-Derby-Organisator Timo Kumpf veranstaltet wird.

 

Sie gelten als Pionier des Electroswing, was Sie aber gar nicht gern hören, weil auch Pop, Soul, Hip-Hop und sogar Rock eine große Rolle bei Ihnen spielen. Wie würden Sie Ihre Musik selbst klassifizieren?

Info

Zur Person: Marcus Füreder wurde am 27. November 1974 im oberösterreichischen Linz geboren. Der Produzent und DJ studierte an der UFG Linz Angewandtes Design und verschrieb sich musikalisch zunächst dem Minimal Techno. Anfang des Jahrtausends erschienen erste Platten u.a. unter dem Pseudonym Plasma. Mit der Gründung des Labels Etage Noir Recordings führte er den Künstlernamen Parov Stelar ein. Schon das erste Album "Rough Cuts" brachte 2004 den Durchbruch. Seit "Coco" (2009) wird seine Mixtur aus Electro, Swing, Jazz und House zunehmend zum globalen Phänomen.

Zum Album: Zuletzt erschien v das Doppelalbum "The Princess" im Sommer 2012.

Zum Konzert: Die Parov Stelar Band spielt am Dienstag, 19. Februar, in der Alten Feuerwache Mannheim. Ab 20 Uhr bestreitet DJ Alex Ryba das Vorprogramm. Karten unter 0621/10 10 11 (35,25 Euro plus Gebühren). jpk

Parov Stelar: Es ehrt mich natürlich, als Pionier oder Gründer eines Genres genannt zu werden. Allerdings bringen Schubladen unweigerlich Einschränkungen mit sich, die für einen Künstler oder Musiker Gift sind. Musik selbst ist für mich eine Beschreibung von Gefühlen oder Zuständen, die ich mit Worten nicht beschreiben kann - also wäre eine Beschreibung meiner Musik eine Beschreibung der Beschreibung. Mir persönlich gefällt der Ausdruck "The Art Of Sampling" am besten - und trifft es auch am besten. Ich komme klar von der elektronischen Musik und verflechte diese mit Samples jeglicher Art und Stilrichtung.

Was sind Ihre Einflüsse und Vorbilder?

Stelar: Meine Musik wird von den unterschiedlichsten Dingen beeinflusst. Einer der wichtigsten Impulsgeber für die Soundrichtung ist sicherlich meine jeweilige Stimmung, aber auch die Erfahrungen, die das Leben mit sich bringt, bestimmte Ereignisse, Reisen, Menschen, die man trifft, sowie die jeweiligen Eindrücke aus den Begegnungen oder Orte, an denen man sich aufhält.

Wie hat man sich eine Live-Show von Parov Stelar vorzustellen? Wer Sie nicht kennt, könnte ja meinen, dass da wie bei David Guetta oder den Kalkbrenners ein reines DJ-Set ablauft?

Stelar: Was sicherlich identisch ist, ist die schwitzende Menschenmasse, die sich einfach für einen gewissen Zeitraum der Musik und der Stimmung hingibt, um den Alltag für einen Moment auszublenden. Allerdings wird unser Programm im Gegenzug zu einem DJ-Set komplett live auf der Bühne "zusammengestellt". Es ist ein klassisches Konzert mit Gesang, Drums, Bass, Trompete, Saxofon und Laptops.

Welche Rolle spielen Ihre Musiker?

Stelar: Definitiv die wohl wichtigste Rolle, die es bei einer Live-Performance gibt. Sie sind mit verantwortlich, den entwickelten Sound von Parov Stelar auf der Bühne genau so zu präsentieren, wie ich mir das vorstelle - und die Interaktion zwischen den Musikern selbst sowie mit dem Publikum funktioniert perfekt. Man spürt den jeweiligen Anspruch der einzelnen Bandmitglieder an sich selbst, eine geniale Show zu liefern - und das merkt wiederum das Publikum.

Was ist Ihr eigener Part? Sie agieren wahrscheinlich hauptsächlich am Laptop oder Ipad und dirigieren wie früher Moses Pelham bei Glashaus die Band, oder?

Stelar: Zu einem gewissen Grad stimmt das - der Laptop gibt natürlich das Tempo und die Gangart vor. Allerdings sehe ich mich lieber als Musiker statt als Dirigenten. Inzwischen ist der Computer ja definitiv ein Musikinstrument geworden.

Als Guetta kürzlich in der Mannheimer Maimarkthalle aufgetreten ist, wurde erstaunlich wenig getanzt, obwohl da nur ein Mann am Plattenteller stand . . .?

Stelar: Bei uns wird definitiv getanzt, sogar auf den Sitzplätzen, was wirklich erstklassig ist. Ich denke, es liegt ganz einfach an der positiven Energie, welche die Band auf der Bühne versprüht und die das Publikum mitreist.

Wie schreiben Sie Ihre Songs?

Stelar: Meist beginne ich mit dem Sampling-Part und baue dann den "Rest" rundherum. Es erinnert mich teilweise an meine Kindheit - an das Bauen von Raumstationen mit Lego. Studioarbeit ist wie ein Spieltrieb, der dich in eine komplett andere Welt katapultiert . . .

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