Scherzbold mit eigener Art von Humor: Oliver Pocher.
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Mannheim.
Wer sich von Oliver Pocher im Capitol ungetrübte Unterhaltung erhofft, muss damit rechnen, auf die Bühne gelotst zu und eventuell auch durch den Kakao gezogen zu werden. Es ist ja kein Geheimnis, dass der Scherzkeks einen gewöhnungsbedürftigen Humor besitzt und auch mal höchst unsensibel losplaudern kann. Der Titel seiner Show verspricht "Die Wahrheit und nichts als die Wahrheit". Am 24. Januar kommt er damit nach Mannheim.
Auch Selbstironie im Spiel
Ob er sich immer an die Wahrheit hält, wenn er zum Besten gibt, was ihm hinter den Fernsehkulissen widerfahren ist? Wenn er sich - laut Ankündigung - "Babys, Männer, Frauen und alles" vornimmt, was er auf seine Lästerliste gesetzt hat? Von Babys versteht er sicher eine Menge - als Vater dreier Kinder. Das Motto seiner neuen RTL-Spielshow "Alle auf den Kleinen" lässt auf eine gewisse Selbstironie des Entertainers schließen, denn er ist ja -wahrhaftig - kein Riese. Allerdings gleichen seine Witzeleien oft groben Rundumschlägen, mit denen er sich ins Rampenlicht drängt und manchmal auch Menschen trifft, auf deren Kosten man sich eigentlich nicht amüsieren sollte.
Oliver Pocher: Donnerstag, 24. Januar, 20 Uhr, Capitol, Mannheim. Karten: 28,60 Euro (AK).
Seine TV-Blödel-Karriere erreichte 2007 ihren kurzen Höhepunkt in der ARD, als Harald Schmidt ihn zu sich und in die Sendung "Schmidt & Pocher" holte. Die beiden lieferten sich deftige Gefechte in der Disziplin Schlagfertigkeit. Als die ARD dem munteren Treiben ein Jahr später ein Ende bereitete, driftete der Hans Dampf in mittelmäßige Sendungen des Privatfernsehens ab.
Skandale und Fettnäpfchen zieren Pochers Laufbahn; aus gelegentlichen juristischen und öffentlich-rechtlichen Zurechtweisungen lernt er allmählich, seine lose Zunge zu zähmen. Schlagzeilen machte er aber auch - um der Wahrheit die Ehre zu geben - als edler Spender, der Stiftungen für benachteiligte und schwer kranke Kinder unterstützt. ML