Mannheim.
Wenn Iren feiern, herrscht eigentlich immer Ausnahmezustand. Aber einmal im Jahr gibt es dafür sogar einen offiziellen Anlass, der das komatöse Treiben quasi legitimiert. Seit Jahren hauen die Dropkick Murphys am St. Patrick's Day, dem irischen Nationalfeiertag, in Boston, der US-amerikanischen Iren-Exklave, auf die Pauke und über die Stränge. Das gehört sich so, das muss so sein.
Ob sie am Freitag, 1. Februar, in der Mannheimer Maimarkthalle nun einen Vorgeschmack auf den Feiertag am 17. März geben, ist noch ungewiss. Obwohl: Wer die legendären Punkrocker kennt, kann eigentlich keinen noch so kleinen Zweifel hegen. Denn das Brachial-Rock-Ensemble ist bekannt für seine kompromisslosen Live-Auftritte, bei denen man sich besser im Voraus schon auf drei Tage Piepsen im Ohr einstellen sollte.
Und noch ein Argument
Freitag, 1. Februar, 20 Uhr, Maimarkt Club, Mannheim. Karten im Vorverkauf: 35 Euro (plus Gebühren).
Wem heftige Gitarrenriffs, die kreischende Kreissägenstimme von Frontmann Al Barr und der martialische Titel des aktuellen Albums "Signed and Sealed In Blood" nicht genug Lust machen auf einen Rausch der Sinne, der sollte sich doch lieber für eine "Tatort"-Wiederholung auf dem dritten Fernsehprogramm seiner Wahl entscheiden.
Oder einfach schon zur Vorband in die Halle kommen. Denn die ist nicht irgendeine: Frank Turner und Band geben den Appetitanreger und komplettieren den irischen Abend, für den man ein dickes Trommelfell, einen starken Magen und eine gewisse Fitness in den Oberschenkeln mitbringen sollte. rüo