Einige der Stars des Festivals (v.l.): Romy Haag, Jasmin Tabatabai, Marco Tschirpe.
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Heidelberg.
Es sind nicht nur die Frauen, welche die 13. Auflage des neuen deutschen Chansonfests "Schöner lügen" bestimmen. Und doch sind vor allem sie es, welche dem vom 1. Februar bis 16. März dauernden Heidelberger Kulturspektakel ihren Stempel aufdrücken. Anderes zu behaupten wäre vermessen, denn die Namen Romy Haag und Jasmin Tabatabai stehen für großes Können und internationales Renommee.
Neben den beiden Frontfrauen des Festivals, von denen die schillernde Chansonnette Haag am 1. Februar - leider schon ausverkauft - und Tabatabai am 13. März auftritt, werden allerlei alte und neue Gesichter der deutschsprachigen Liedersänger-Szene in Heidelberg vorstellig.
Da wäre zum Beispiel Marco Tschirpke, der mit seinem feinen Humor unter anderem den Deutschen Kabarettpreis und den "Stuttgarter Besen" abgestaubt hat. In der Universitätsstadt gibt er am 23. Februar eine Vorpremiere seines neuen Programms "Am Pult der Zeit - Gegenwartslieder". Im strengen Gegensatz zu den Arrivierten der Szene will die "Urknall"-Reihe innerhalb des Festivals den Neulingen eine Chance geben. Am 7. und 8. März stehen Singer-Songwriter auf der Bühne, von denen bisher höchstens wahre Insider gehört haben. Besonders interessant klingt die Vorab-Beschreibung von Johanna Moll, die am zweiten "Urknall"-Abend eine Mischung aus Chanson, Kabarett und Poesie verspricht. Ebenso neugierig machen CaroKisteKontrabass: Das Trio soll von Polkarhythmen á la Balkan-Pop über melodiöse Chansons bis hin zu lässigem Swing alles beherrschen, worauf sich tanzen, wippen, träumen und schwofen lässt.
Informationen zum Festival im Internet unter: www.schoenerluegen.de. Karten unter Telefon: 01805/700 733.
Nur noch wenige Karten - wenn überhaupt - gibt es für den 3. Heidelberger Chanson-Salon, der am Sonntag, 3. Februar, nicht nur vier Künstler, sondern den Besuchern die seltene Möglichkeit bietet, als Jury einen Preis zu vergeben. Tina Häusermann, Fee Badenius, Sebastian Krämer und Martin Zingsheim werden sich also besonders ins Zeug legen, die Gunst des Publikums zu gewinnen: Gewählt wird niemand Geringeres als der "Sänger des Jahres".
Insgesamt sind es elf Veranstaltungen, die sich beim "Schöner lügen" über rund sechs Wochen verteilen. Bis auf den Auftritt von Jasmin Tabatabai (Theater Heidelberg) werden sämtliche Festivalabende im Kulturfenster Heidelberg in der Kirchstraße 16 gefeiert. Das die verschiedenen Stilrichtungen verbindende Konzept beschreiben die Veranstalter Bernhard Bentgens und Roger Back als "Auswahl der besten und brandneuesten Chanson-Produktionen im deutschsprachigen Raum". Und mit einer gehörigen Portion Selbstbewusststein fügen sie hinzu, dass sich Heidelberg durch die früheren, überaus erfolgreichen Festival-Auflagen mittlerweile als Chanson-Hauptstadt Deutschlands rühmen dürfe.
Zeichen für Qualität
Dass sich neben der weltweit gerühmten Chanson-Diva Romy Haag die ebenso beachtete Sängerin und Schauspielerin Jasmin Tabatabai die Ehre bei "Schöner lügen" gibt, spricht durchaus für Qualität. Genauso überzeugend ist die Bandbreite der Veranstaltungsreihe, die einen ordentlichen Querschnitt durch das Genre bietet. rüo