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Interview: Pop-Aufsteiger Johannes Oerding stellt seine neue CD „Für immer ab jetzt“ im Mannheimer Capitol vor

„Man nennt mich Jonny Controletti“

Von Thorsten Hengst

Mehr als nur der Freund von Ina Müller: Johannes Oerding.

© hf

Mannheim. Der Hamburger Sänger und Liedermacher Johannes Oerding ist ein gefragter Musiker. Er spielte bei Starbands wie Simply Red, Ich & Ich oder auch den Söhnen Mannheims im Vorprogramm auf. In diesem Jahr tritt er als Support bei der Deutschland-Tour von Joe Cocker auf (so auch in der Mannheimer SAP Arena am 28. April). Zuvor, am 20. Februar, ist Johannes Oerding im Mannheimer Capitol zu Gast. Im Interview spricht er über sein neues Album "Für immer ab jetzt".

 

Herr Oerding, Ihr neues Album heißt "Für immer ab jetzt". Steckt dahinter die Suche nach Unendlichkeit?

Johannes Oerding: Ja, der Titel hat tatsächlich eine zeitliche Bedeutung für mich: Ich spüre mit diesem Album mehr als je zuvor, dass ich mir mit meiner Musik ein festes Fundament erspielt habe und "für immer ab jetzt" in der Musik bleibe.

Die Single "Einfach nur weg" verbreitet ein melancholisches Gefühl von Fernweh. Fühlen Sie sich urlaubsreif?

Oerding: Alle Bilder in diesem Song stehen für eine Alltagsflucht und Pause. Ich muss mich selbst oft zwingen, eine Auszeit zu nehmen. In einem Anflug von Fernweh kam mir im verregneten Hamburger Sommer letztes Jahr die Idee zu diesem Song. Glücklicherweise konnte ich jetzt vor der Veröffentlichung des Albums noch einmal Sonne tanken - das war schon lange überfällig.

Das atemlose Lied "Nicht genug" beschreibt dagegen eher einen ungesättigten Erlebnishunger. Sind Sie generell eher ein unruhiger Geist?

Oerding: "Unruhiger Geist" ist wohl stark untertrieben: Hektik und Ungeduld sind gute Freunde von mir. Zum Leidwesen meines Umfeldes neige ich dazu, alles zu kontrollieren. Mein Spitzname innerhalb des Teams ist Jonny Controletti. Aber so habe ich das Gefühl, dass auch sehr viel von mir in jeder einzelnen Entscheidung steckt. Ich denke, das macht die ganze Sache doch irgendwie ehrlicher.

Woher nehmen Sie Ihre Geschichten?

Oerding: Am liebsten beobachte ich mich selbst, denn das geht am schnellsten und ist oftmals noch sehr frisch. Aber auch mein Umfeld bietet oftmals Sätze und Ideen, die ich nachvollziehen kann und in denen ich dann versuche, interessante Bilder zu finden.

Das lässt vermuten, dass viele Ihrer Lieder authentisch sind. Ist das der Fall?

Oerding: Ja, entweder habe ich sie direkt so erlebt, oder aber ich kenne das Gefühl, das mir ein anderer Mensch beschreibt. Ich hatte Glück, dass genug in den letzten Jahren passiert ist, das ich aufschreiben wollte. Ich hoffe, dass das so weiter geht und mir die Geschichten nicht ausgehen.

Und wie viel Wahrheit steckt in den beiden Liebesliedern "Jemanden wie Dich" und "Mein schönster Fehler"?

Oerding: "Jemanden wie dich" ist die Aufarbeitung einer Beziehung und ein Song, der schon seit einigen Jahren in der Schublade liegt. Erst jetzt habe ich dafür endlich die richtigen und endgültigen Zeilen gefunden. "Mein schönster Fehler" ist der intimste Song der Platte und ein Liebeslied mit Happy End aus aktuellem Anlass.

Nervt es Sie, wenn Sie in Kritiken auf den Partner von Ina Müller reduziert werden?

Oerding: Nein, nach mittlerweile fast vier Jahren unserer Beziehung nimmt das Interesse der Medien für dieses spezielle Thema auch eher ab.

Das letzte Album "Boxer" schrammte nur knapp an den deutschen Alben-Top 10 vorbei. Wären Sie enttäuscht, wenn es dieses Mal nicht so klappt?

Oerding: Ich hoffe natürlich darauf und glaube fest daran, dass es klappt. Aber der Erfolg lässt sich bei meinen Alben nicht an der ersten Chartplatzierung festmachen. Wir sind mit jedem Album zwei Jahre live unterwegs und erreichen in dieser Zeit mehr und mehr Leute, die mir sehr treu sind. Natürlich soll es jetzt aber einen Schritt weitergehen, man will ja - wie in jedem anderen Beruf - auch mal befördert werden.

Was bedeutet Ihnen kommerzieller Erfolg?

Oerding: Die Miete kann bezahlt werden, der Kühlschrank ist voll und ich glaube es bedeutet, dass alle im Team für ihre Arbeit belohnt werden. Ich durfte jetzt schon mein drittes Album machen und gehe jedes Jahr auf Tournee. Alles darüber hinaus ist reiner Bonus. Das klingt jetzt zwar ziemlich "hippiemäßig", war aber schon immer meine Einstellung.

Und was dürfen die Fans von Ihnen beim Capitol-Konzert auf der Bühne erwarten?

Oerding: Es wird für alle etwas dabei sein: Unser Ziel muss es doch sein, dass jeder auf dem Konzert mindestens einmal lacht, nachdenkt, mitsingt und für gut zwei Stunden den Rest der Welt vergisst.

© Mannheimer Morgen, Donnerstag, 14.02.2013
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