DAS NACHRICHTENPORTAL RHEIN-NECKAR

Donnerstag, 23.03.2017

Suchformular
 
 

Lieber Leser, bitte aktivieren sie Cookies, um in den vollen Genuss unseres Angebotes zu kommen.

  • Drucken

Mutiger „Flirt mit dem Tod“

Archiv-Artikel vom Mittwoch, den 25.05.2016

Schauspiel: „Unser Theater“ zeigt Aufführung im Casablanca-Saal des Capitols

Mannheim. Der schaurige Sensenmann als schöne Frau -aus diesem Umkehrspiel entwickelt sich ein "Flirt mit dem Tod". Das Bühnenstück zwischen Drama und Romanze, Erwartungen und Enttäuschungen feierte im Mannheimer Capitol bereits Uraufführung - und ist nun nochmals dort zu sehen. Im kleinen Casablanca-Saal zeigte sich das Publikum von der emotionalen Darbietung der "Unser Theater"-Akteure begeistert.

Die Inszenierung hat eine Entstehungsgeschichte, die ihrerseits bühnenreif ist: Mitwirkende Laienschauspieler und der (studierte) Regisseur Limeik Topchi waren bereits dabei, als Hansgünther Heyme, ehemaliger Intendant des Ludwigshafener Pfalzbau-Theaters, im letztjährigen Sommer als deutsch-bulgarisches Gemeinschaftsprojekt Shakespeares Drama "Der Sturm" präsentierte.

Nachfolger des "Sturms"

Beflügelt von dem damaligen Erfolg im alten Mannheimer Neckarstadt-West-Volksbad beschlossen Ensemble-Mitglieder, weiter zumachen. Der in Mannheim lebende Autor Klaus Servene schrieb das Stück: eine Art "Jedermann" - nicht für die Salzburger Festspiele, sondern für und aus Mannheim. In die groteske, aber keineswegs absurde Handlung webt er Ideen des künstlerischen Leiters Topchi genauso ein wie eigene Lyrik.

Der Tod nimmt, er gibt aber auch - Gerechtigkeit. Denn reich oder arm interessieren ihn genauso wenig wie Herkunft und Nationalität. Am Ende sind alle gleich. Das begreift in einem schmerzhaften Prozess "ein Mensch" , als er merkt, dass seine gerade gewonnenen Lotto-Millionen nichts wert sind, wenn die Zeit abgelaufen ist. Das Drei-Personen-Stück "Flirt mit dem Tod" lässt reichlich Raum für Performance. Und die setzten Guramy (Mannheimer Musiker und Texter mit schauspielerischem Talent) sowie Margarita Zarkova und Michelly Nowlly mal erotisch, dann wieder komisch um. Und weil auch nach dem Ende eines Lebens die Zukunft weiterläuft, verkündet zum Schluss ein Junge die Botschaft: "Es wird der Tag kommen...". An dem vielleicht jene Wünsche in Erfüllung gehen, die alle Menschen bewegen - in Deutschland wie in Bulgarien oder anderswo. wam

© Mannheimer Morgen, Mittwoch, 25.05.2016
  • Drucken
 

Veranstaltungen

Veranstaltungen SUCHEN

Partys, Ausstellungen, Weinfeste und Sport-Events. Unsere Veranstaltungsdatenbank weiß, was im Rhein-Neckar-Dreieck passiert.

 

Veranstaltungen MELDEN

Sie möchten uns Ihre Veranstaltung melden, schicken Sie uns eine E-Mail:

 
TICKER

Wissenstests

Gesucht: Kenner der Region!

Ob Nachrichten aus Rhein-Neckar oder die regionale Weinszene - wie gut wissen sie Bescheid? Wöchentlich erwarten sie neue herausfordernde Wissenstests. Zeigen Sie, dass Sie ein Kenner der Region sind!

Movie-Finder

Wann läuft welcher Film in welchem Kino? In welchem Kino laufen welche Filme? Hier finden Sie die Antwort in unserem Movie-Finder.

 

Neue Nachbarn ändern vieles

Mit absurden und unbequemen Situationen kennt sich US-Schauspieler Zach Galifianakis aus. Als Alan sorgte er vor einigen Jahren in den "Hangover"-Filmen selbst für reichlich davon. Auch das Setting in der neuen Agentenkomödie "Die Jones - Spione von nebenan" bietet reichlich Potenzial für Slapstick… [mehr]

Abschalten mit Aussicht

Das Navi sagt "Ziel erreicht", aber da ist nichts. Nur ein kleiner Weg, weg von der Straße und steil bergan. Rissiger Asphalt, dann wieder Schotter, von einem Haus ist nichts zu sehen. Der Puls steigt angesichts des Weges, das Auto hoppelt ein wenig. Nach 100 Metern ein Landhaus. Die Fensterläden… [mehr]

 

DAS NACHRICHTENPORTAL RHEIN-NECKAR