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Rock: Die Prog-Rock-Altmeister Eloy spielen im Capitol / Interview mit Bandgründer Frank Bornemann

„Wir gehören zu den Pionieren“

Von Martin Vögele

Einen großen, dreistündigen Rockabend: Das verspricht Eloy-Chef Frank Bornemann.

© hf

Mannheim. Mit Eloy ist eine der erfolgreichsten Progressive-Rock-Bands Deutschlands auf die Bühne zurückgekehrt. Am 25. Januar tritt die Gruppe um Gründer und Frontmann Frank Bornemann im Mannheimer Capitol auf. Wir sprachen mit dem Musiker und Produzenten über die bewegte Bandgeschichte und die unverbrüchliche Treue der Eloy-Fans.

Was war der Zündfunke, der Sie - nach 14 Jahren - dazu gebracht hat, wieder mit Eloy auf Tour zu gehen?

Frank Bornemann: Die Fans, eine tolle Fan-Community, die wir offensichtlich in der ganzen Welt haben. Ich musste feststellen, dass sie so viel machen, im Internet beispielsweise, auf Youtube und allen möglichen Portalen. Die haben kleine Filmchen gedreht zu den Songs, sie haben geschrieben, sich ausgetauscht. Da war so eine Menge Bewegung drin - obwohl die Band ja eigentlich gar nicht mehr aktiv war -, dass ich so beeindruckt war, dass ich reagieren musste. Ich habe dann die Band zusammengetrommelt und ganz einfach offen gesagt, wir müssen nun mal ein bisschen dankbar sein für das, was uns da widerfährt. Ich glaub', das passiert nicht vielen Bands.

Info

Zu Frank Bornemann: Der Gitarrist, Sänger und Produzent, 1945 in Hannover geboren, gründete 1969 die Band Eloy. Der Name stammt aus dem H.-G.-Wells-Roman "Die Zeitmaschine", in dem ein Volk namens Eloi beschrieben wird. Anfangs boten Eloy psychedelischen Krautrock, entwickelten sich dann aber in Richtung Progressive-Rock. Ihre Songtexte waren eher mystisch geprägt. Ende der 70er/Anfang der 80er erlebte die Band ihre größte Popularität. Bei Prog-Rock-Fans stehen Eloy aber nach wie vor hoch im Kurs. Bislang sind 17 Studioalben von Eloy erschienen, das letzte, "Visionary", 2009 nach elfjähriger Pause. Bornemann, das einzige verbliebene Eloy-Gründungsmitglied, feierte aber auch als Entdecker und Produzent der Guano Apes große Erfolge.

Zum Konzert: Freitag, 25. Januar, 20 Uhr, Capitol Mannheim. Karten zu 35,10 oder 38,55 Euro (plus Gebühr) unter Tel. 0621 /3367333. mav

Als Ihr Eloy 1969 gegründet habt - gab es damals bereits ein klare Vorstellung, wie die Band klingen sollte?

Bornemann: Nee, ehrlich gesagt, nein. Wir hatten die unterschiedlichsten Einflüsse, es war viel los in dieser Zeit, es war eine Zeit des kreativen Aufbruchs. Rockmusik etablierte sich zunehmend und es gab unzählige Einflüsse. Man hat einfach alle Inspirationen aufgegriffen und versucht, daraus eine eigene Musik zu formen und zu einer eigenen Identität zu kommen. Und wir gehörten fast schon mit zu den Pionieren, die dann tatsächlich auch einen Plattenvertrag bekommen hatten und die erste Chance bekamen, mit eigener Musik Platten rauszubringen.

Wenn Sie mit Eloy am 25. Januar im Mannheimer Capitol spielen, spannen Sie bei dem Konzert dann einen Bogen über die gesamte Bandgeschichte?

Bornemann: Also wir müssen schon eine größere Setlist haben, wenn man so viele Platten gemacht hat, kann man nicht 90 Minuten plus Zugabe spielen. Bei der letzten Tournee, die wir jetzt hinter uns haben, haben wir schon zweidreiviertel Stunden gespielt. Jetzt kommt noch 'ne Kleinigkeit hinzu, also wir werden's vermutlich noch sprengen diesmal (lacht). Und natürlich ist das nicht einfach, dann wirklich ein Setup zu finden, das wirklich auch alles umfasst, was die Band ausmacht. Wir achten schon sehr darauf, dass wir früheres Material haben, natürlich Material von der Primetime - hauptsächlich sogar diesmal - oder auch Dinge, die uns jetzt erst zum Schluss gelungen sind. Ich denke, das ist eine interessante Setlist, ich glaube sogar, das ist die beste, die wir je hatten.

Die letzte Eloy-Platte, "Visionary", erschien 2009. Gibt es Zukunftsplanungen?

Bornemann: Bei mir ist das natürlich immer etwas schwieriger, weil ich seit zehn Jahren ein Projekt vor mir herschiebe, das ich machen will. Ein Rock-Opera-Projekt, auch mit Orchester und Chor, es geht um Jeanne d'Arc. Das möchte ich jetzt im Anschluss an diese Touraktivitäten realisieren. Natürlich werden auch Eloy-Musiker dabei sein. Und danach, ja, na klar, dann haben wir uns schon vorgenommen, noch einmal ein Eloy-Album zu machen. Gerade nachdem wir jetzt gemerkt haben, wie gut wir eigentlich zusammen funktionieren.

© Mannheimer Morgen, Donnerstag, 24.01.2013
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