Claudio Palmieri
Bürstadt. Drei Tage sind seit dem Finale von "Hessen rock" im Capitol Offenbach vergangen, doch die letzten drei Monate werden die acht Mitglieder von "The Groove Generation" wohl auf ewig in Erinnerung bewahren. Immerhin darf sich die Bürstädter Gruppe die gewonnene "Rookie Award"-Trophäe als beste junge Band bei Hessens renommiertestem Musikkontest in den Probekeller bei Schlagzeuger Sebastian Winkler stellen.
"Vielleicht holen wir eine extra Vitrine", schmunzelt Kai Schneider, Sänger und Saxofonist der Band, im Gespräch mit dem "Südhessen Morgen". Winkler stellt "The Groove Generation" nicht nur den Proberaum zur Verfügung. Von ihm kam auch die Idee, die Gruppe für den Wettbewerb anzumelden.
Erster Anlauf scheitert am Alter
Auf dem Darmstädter Schlossgrabenfest hatte er vor zwei Jahren den "Hessen rockt"-Gewinner von 2007, "The Groove Agents", spielen gehört. Kurz danach legte Winkler seinen Bandkollegen die Bewerbung vor, doch das jüngste "TGG"-Mitglied, Keyboarder Florian Johann hatte das Mindestalter für die Teilnahme bei dem Wettbewerb noch nicht erreicht.
Ende vergangenen Jahres startete die Band, die sich vor allem der Funk- und Soul-Musik widmet, einen neuen Versuch. Aus 90 Bewerbern galt es zunächst, eine Auswahl von 40 Kandidaten für die zweite Runde auszumachen. Jeweils 20 Musikgruppen kamen über die "Hessen Rock"-Jury und per Telefonabstimmung weiter.
"Wir waren nicht auf die Jurystimmen angewiesen", erinnert sich Kai Schneider. Über verschiedene Internetportale sowie im Freundes- und Bekanntenkreis hatte die Band "die Werbetrommel gerührt".
Doch schon beim Auftritt im Rex Lorsch bemerkte Kai Schneider, dass "The Groove Generation" nicht nur bei heimischen Anhängern gut ankommt. "Der Auftritt fiel in die Fastnachtszeit. Aus Bürstadt waren vielleicht 20 oder 30 Leute da", stellte Schneider fest. Souverän zog die Band ins Halbfinale in die prestigeträchtige Frankfurter Batschkapp ein.
Mehr erreicht als erwartet
Vor knapp 1000 Zuschauern folgten dort die nächsten Jubelschreie, und "The Groove Generation" aus Bürstadt stand plötzlich im Finale vor Fernsehkameras, die live übertrugen. "Das war mehr, als wir erwarten konnten, einfach phänomenal", meint Kai Schneider stolz,
"Ich hoffe, dass wir so etwas irgendwann wieder erleben dürfen. An der Art, die Auftritte vorzubereiten und mit der Situation umzugehen, sind wir definitiv gewachsen". Es sei schön gewesen, "junge Leute zu sehen, die richtig Bock auf Musik haben".
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