Vogelstang:
Theater-AG des Scholl-Gymnasiums zeigt „Romulus“
Intimer Blick in das alte Rom
Von unserer Mitarbeiterin Daniela Dymokurská
Romulus (Lasse Gerth) hadert mit sich und dem Schicksal. Die Geschwister-Scholl Theater-AG (Gymnasium) inszenierte das Stück von Dürrenmatt.
© Prosswitz
Der römische Kaiser hat während seiner 20-jährigen Herrschaft nur gegessen, getrunken und geschlafen. Seine einzige Leidenschaft ist die Hühnerzucht. Nun stehen Germanen vor den Toren der Stadt und wollen sie erobern. Was soll man jetzt tun? Eine Antwort lieferten die Schüler des Geschwister-Scholl-Gymnasiums, die das bekannte Stück von Friedrich Dürrenmatt, "Romulus der Große", an zwei Abenden aufführten.
Saal bis auf letzten Platz gefüllt
Die fiktive Geschichte über den Untergang des Römischen Reiches spielte die Theater-AG gleich an zwei Tagen vor dem Publikum im Forum der Schule, damit jeder eine Chance erhält, die Komödie zu sehen. Diese Möglichkeit nutzten Schüler, Familienmitglieder oder einfach nur Freunde des Theaters zahlreich, denn der Saal war bis auf den letzten Platz auf den Treppen gefüllt.
Unter der Leitung von Sebastian Schünicke, der sich auch um die Regie des Stückes kümmerte, hatten insgesamt 18 Schüler aus der Oberstufe des Gymnasiums das Theaterstück einstudiert. Schon der erste Blick auf die Bühne führte die Zuschauer in das alte Rom. Die Atmosphäre machte die Harfenspielerin (Daniela Osietzki) komplett. Großes Interesse weckten auch die lebendigen Hühner, die in die Kulissen integriert wurden.
Die jungen Schauspieler erweckten die Szenerie dann zum Leben, denn auf der Bühne wurde geschrien, geweint, gelacht, gesungen und gekämpft. In den größeren Rollen glänzten: Lasse Gerth (Romulus), GalynaIoshchiknes (Julia), Angelique Hilbert (Rea), Stefanie Kahl (Xenia), Lars Ziegler (Ämilian), Felix Eckel (Cäsar Rupf) oder Sascha Stock (Mares). Doch die ganze Gruppe leistete tolle Arbeit und genoss es, auf der Bühne zu spielen. Schwer zu glauben, dass sieben der Schüler an den beiden Abenden zum ersten Mal mitgewirkt haben.
Selbst der stellvertretender Schulleiter des Geschwister-Scholl-Gymnasiums, Holger Steffan, war beeindruckt: "Ich möchte mich für die grandiosen Abende bedanken", sagte er. "Es war für mich eine große Bereicherung!" Die Mitwirkenden bedankten sich bei ihrem Lehrer mit einem Erinnerungsbuch, auch weil zwei von ihnen dieses Jahr das Abitur machen und es deshalb für sie die letzte Vorstellung mit der Gruppe war. Die tolle Zusammenarbeit und Freundschaft der Schüler der Theater-AG war zu spüren, und die Aufführung des Stückes geriet zu einem echten kulturellen Erlebnis.
Dafür bekam die Gruppe stürmischen Applaus, und das Publikum konnte mit Worten: "Wir kamen, wir sahen und es hat uns Spaß gemacht" nach Hause gehen.
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