Berlin. Schwere Schlafstörungen machen den Alltag von rund vier Millionen Arbeitnehmern in Deutschland zur Qual - behandelt werden sie oft nur mangelhaft. Leistungsdruck und Job-Ängste dürften in der gegenwärtigen Wirtschaftskrise zur weiteren Ausbreitung dieser Volkskrankheit beitragen. Viele Betroffene schleppen sich trotz Erschöpfung, Antriebslosigkeit oder Nervosität zur Arbeit. Das geht aus dem aktuellen Gesundheitsreport 2010 der Krankenkasse DAK hervor.
"Jeder Zweite fühlt sich von Schlafstörungen betroffen", sagte DAK-Chef Herbert Rebscher. Rund 28 Prozent leiden manchmal darunter, 21 Prozent häufiger. Insgesamt habe jeder zehnte Arbeitnehmer schwere Störungen, schlafe mindestens dreimal pro Woche schlecht und quäle sich fast immer stark übermüdet durch den Tag. Stress und Grübeleien in der Nacht seien die häufigsten Auslöser. Der Druck zu Mehrarbeit aus Jobangst begünstige das Leiden ebenso wie Arbeitslosigkeit. Auch die Zahl der Ausfalltage wegen Schlaflosigkeit habe zugenommen. Für die Studie wurden 3000 Erwerbstätige zwischen 35 und 65 Jahren befragt. dpa
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