Kunst ist schön, macht aber viel Arbeit, wusste Karl Valentin. Das gilt selbst dann, wenn nur zwei frittierte Kartoffelstäbchen die Kunst bilden. In München will das Oberlandesgericht heute ein Urteil sprechen im Fall des Künstlers, der seiner ehemaligen Galerie vorwirft, zwei Pommes nicht aufbewahrt und zurückgegeben zu haben, die ihm als Vorlage für sein Objekt "Pommes d'or" dienten. Die Arbeit hatte auch die Galeristin, die nach den verschwunden Stücken ja gewiss suchte - und sie hat der Richter Hartmut Fischer, der eine gut begründete Entscheidung fällen muss. Weil wir über diesen Fall von Kunst schon einmal an dieser Stelle berichteten, hat sie auch uns schon Mühe gemacht.
Die Arbeit kann auch darin bestehen, dass man die Kunst beseitigt - Joseph Beuys erlebte das gleich zweifach, als man eines seiner Werke in Form einer Badewanne reinigte und später eine Fettecke wegputzte. Besonders viel Arbeit hat sich jetzt jemand in Hameln mit Kunst gemacht. Ein Kunstwerk verschwand vom städtischen Bauhof. Es ist mehr als zwei Meter hoch und wiegt acht Zentner. Thomas Groß
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