Wenn wir uns an dem fleischigen samentragenden Teil einer Pflanze laben, so sind Fruchtgemüse im Spiel - beispielsweise Gurken und Tomaten. Zu dieser Gemüsegattung gehören auch viele Exoten, die uns inzwischen fast heimisch vorkommen: von der Aubergine bis zum Paprika. Viele der Fruchtgemüse sind besonders reich an Vitaminen und Mineralstoffen - nicht zu vergessen an Ballaststoffen.
In puncto Pro-Kopf-Verzehr hat es die Tomate, früher auch Liebesapfel genannt, zum Spitzenreiter unter den Gemüsen gebracht. Als die aus Südamerika stammende Pflanze zu uns kam, wurde sie zunächst als Ziergewächs gezogen, weil man die roten Früchte für giftig hielt. Tomaten sind besonders reich an Vitaminen - vor allem C, E und Karotin - und dem Mineralstoff Kalium, betont unsere Ernährungsfachfrau Sabine Berndt-Sinz. Obwohl die Gurke zu fast 97 Prozent aus Wasser besteht - und damit ausgesprochen kalorienarm ist - hat sie so einiges zu bieten. Sabine Berndt-Sinz: "Durch den hohen Gehalt an Kalium, Calcium, Phosphor, Eisen und Vitaminen sind Gurken sehr gesund."
Von der Tomate zur Aubergine
Die aus Indien stammende längliche Verwandte der Tomate, die Aubergine, hat längst ihren festen Platz in unserer Küche. Da die Eierfrucht (so die früher übliche Bezeichnung) fast keinen Eigengeschmack besitzt, wird sie meist gedünstet oder als Mischgemüse, beispielsweise Ratatouille, zubereitet. Von Natur aus sind Auberginen arm an Kalorien und reich an Calcium, Eisen sowie den Vitaminen B und C. Außerdem regen sie Gallen- und Leberfunktion an. Allerdings tischen in Fett gebratene Auberginen, die triefend auf den Teller kommen, mächtig Kalorien auf.
Durch Farbenpracht zeichnet sich Gemüsepaprika aus - der pikante Bruder hat viele Namen: Peperoni, Chili oder spanischer Pfeffer. Für die Schärfe sorgt übrigens in den Samenkernen steckendes Capsaicin. Paprika hat aber weit mehr zu bieten: üppig Vitamin C sowie Kalium, Magnesium und Calcium. wam
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