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Rennsport: Bei Formula Student Germany treffen sich jedes Jahr Studenten aus den verschiedensten Ecken der Welt

Bis der Asphalt glüht

Archiv-Artikel vom Mittwoch, den 07.08.2013

Von unserem Mitarbeiter Moritz Pauls

Jedes Auto ist ein Unikat. Das Delta Racing Team steht geschlossen hinter ihrem Rennwagen DR13-TC (r. u.), der seit dem letzten Jahr viel Gewicht verloren hat.

© mop(2)/ZG
© Picasa
© Moritz Pauls

Benzingeruch und knatternde Motoren auf dem Hockenheimring - das muss keine Formel 1 sein. Zum neunten Mal versammelten sich in der vergangenen Woche Studenten aus aller Herren Länder. Ihr Ziel: Mit ihren selbst entwickelten und gebauten Rennboliden gegeneinander antreten. Neben dem Fachwissen muss den Teilnehmern vor allem eines bewusst sein: Das Gaspedal ist rechts, und wer gewinnen will, muss die perfekte Balance zwischen Geschwindigkeit und Sicherheit finden. Nur dann ist es möglich, das eigene Auto in einer guten Zeit heil über die Ziellinie zu steuern.

Zum vierten Mal am Start

Das Event ist in den letzten Jahren ständig gewachsen. Dieses Jahr nahmen 75 Teams in der Kategorie Verbrennungsmotor und 40 bei den Elektrofahrzeugen teil. Insgesamt waren so erstmals 3000 Studenten vor Ort. Damit ist die Veranstaltung auf dem Hockenheimring das größte Formula-Student-Rennen der Welt.

Formula Student

Die erste Formula Student (FS) fand 1981 in den USA statt. Seitdem sind immer mehr FS-Veranstaltungen in verschiedenen Ländern dazu gekommen.

Insgesamt haben dieses Jahr 115 Teams an der Veranstaltung teilgenommen.

Die freiwilligen Helfer bei Formula Students nennt man "Red-Shirts", während die etwas höherrangigen Betreuer "White-Shirts" genannt werden.

Der Wettbewerb setzt sich aus verschiedenen Tests auf und neben der Rennstrecke zusammen. Neben der Rennleistung werden auch Dinge wie Design und Ausgaben bewertet.

Die Metropolregion Rhein-Neckar und Mannheim wurden auch dieses Jahr wieder durch das Delta Racing Team der Hochschule Mannheim vertreten, das seit 2010 daran arbeitet, sein Auto zu verbessern, um die Königsdisziplin - das Langstreckenrennen - erstmals zu beenden. "An unserem Auto sind dieses Jahr viele neue Teile verbaut. Wir haben versucht, auf der guten Grundlage des letzten Jahres aufzubauen und das Auto zu verbessern", sagt Marcel Erné, Pressesprecher des Delta Racing Teams. Hierbei habe ihr Auto zum Beispiel einiges an Gewicht verloren und verfüge dank eines neuen Getriebes über vier Gänge. "Wir erhoffen uns davon eine dynamischere Fahrweise."

Außerdem sei der Rennwagen mit mehr Elektronik ausgestattet als im vergangenen Jahr und hätte sich bei verschiedenen Tests, darunter einem simulierten Langstreckenrennen, bewährt. "Gerade weil unser Auto die Strecke schon ohne Probleme bewältigt hat, sind wir für dieses Jahr sehr zuversichtlich, ein gutes Ergebnis einfahren zu können", fügt Marcel hinzu. Das Mannheimer Team kam auch ohne größere Probleme durch alle Tests und fuhr beim ersten dynamischen Fahrtest auf dem "Skid-Pad" - einer nassen, achtförmigen Fahrbahn - direkt eine gute Zeit ein.

Frühes Aus

Leider konnten die Studenten diese guten Ergebnisse bei den folgenden Fahrtests samstags und sonntags nicht bestätigen, sondern hatten mit technischen Problemen zu kämpfen. Diese führten am Sonntag dazu, dass bereits in Runde zwei das Auto aus Mannheim ausschied. Nach den großen Hoffnungen war am Ende doch nur Platz 66 von 75 drin. "Wir haben die erste Enttäuschung mittlerweile überwunden und bereiten unser Fahrzeug jetzt auf unser erstes Auslandsrennen in Barcelona Ende August vor", resümiert Marcel. "Dort wollen wir unbedingt zeigen, was unser Wagen wirklich drauf hat."

Wie jedes Jahr durfte dann auf der Abschlussfeier über verschiedene Auszeichnungen gejubelt werden. Den Gesamtsieg bei den Verbrennungsmotoren holte sich überraschend das Team OSU Corvallis aus den USA, nachdem mit Stuttgart einer der Favoriten im Langstreckenrennen ausgeschieden war. In der Kategorie Elektromotor siegte einmal mehr die Technische Universität Delft, Niederlande.

Dem Delta Racing Team bleibt nun wieder ein Jahr, um seinen Boliden weiter zu verbessern und nächstes Jahr wieder voll anzugreifen. Denn entgehen lassen werden die Hochschüler sich die Veranstaltung auf dem Hockenheimring sicherlich nicht.

"Auch wenn natürlich jedes Team einen möglichst guten Platz erreichen oder sogar gewinnen möchte, erinnert Formula Student eher an ein Familientreffen. Wer einmal dabei war, kommt immer wieder", betont Sven Grundner, der bereits seit vielen Jahren ehrenamtlich bei Formula Student Germany dabei ist. "Einige nehmen sogar Urlaub, um hier mitzumachen."

© Mannheimer Morgen, Mittwoch, 07.08.2013

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