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Selbstversuch: Stricken ist wieder in Mode gekommen – in Heidelberg findet wöchentlich der Stricktreff „Hello Knitty“ statt, und unser Mitarbeiter war dabei

Die richtige Masche – stricken mit sechs Frauen

Nora erklärt unserem Autor Yannik, wie man mit Nadel und Faden umgeht.

© yab

Mit Stricken habe ich nichts am Hut. Im Winter trage ich höchstens hin und wieder warme Stricksocken, die mir die Schwester meiner Oma gemacht hat. Ich kann auch nicht sagen, dass es mir an Hobbys mangelte, auch nicht an exotischen. Ich gehe beispielsweise gerne angeln. Trotzdem bin ich an diesem Mittwochabend auf dem Weg ins Heidelberger Lesecafé, zum Stricktreff "Hello Knitty".

Ich habe ein mulmiges Gefühl. Gibt das eine Blamage? Werde ich schief angeguckt, weil ich als Mann zum Stricken komme? Am liebsten würde ich wieder umdrehen. Aber es hilft nichts, denke ich. Ich werde gleich Stricken. Ich bin etwas zu früh da. Vor einer Kamin-Attrappe stehen rote Ledersofas um einen Tisch, an der Wand hängt ein großer Flachbildfernseher. Dort sitzt Sandra, sie hantiert schon eifrig mit Nadeln und Wolle. Überrascht, dass ein Mann zum Stricken kommt, ist sie nicht. "Es sind immer mal wieder welche da, das liegt voll im Trend", beruhigt Sandra mich. Für heute werde ich aber der einzige Mann in der Runde bleiben. Dann kommt Leiterin Nora Gottbrath und zaubert eine Kiste mit Wolle und Nadeln für Anfänger wie mich hervor. Nach und nach füllt sich die Runde, am Ende sind wir zu siebt - sechs Frauen und ich.

Dass ich noch nicht stricken kann, sei kein Problem, meint Nora und drückt mir rote Wolle und sogenannte Anfängerstricknadeln in die Hand. "Wir fangen ganz langsam parallel an", sagt Nora. Sie erklärt mir, wie ich den Faden um meine Finger wickeln muss und wie ich mir mit einer der Nadeln einen Weg durch das Fadengewirr in meiner Hand bahne. Die meiste Zeit konzentriere ich mich darauf, mich nicht zu verkrampfen und die Maschen nicht zu festzuziehen. Ein guter Start für ein neues Hobby ist das nicht gerade.

Unentdeckte Talente

Gänzlich unbegabt bin ich offenbar doch nicht. Während die anderen vor sich hin stricken und dabei über die Seifenoper "Gossip Girl" fachsimpeln, besteht mein geistiger Horizont aus roter Wolle und den Spitzen der beiden Stricknadeln. Bald werde ich beinahe übermütig, stricke schneller und brauche keine gefühlten fünf Minuten mehr pro Masche. Der Preis für meinen Übereifer: nach einer Weile tun mir die Finger weh. Stricken kann also auch anstrengend sein, lerne ich. Nach zwei Stunden halte ich ein längliches, rotes Ding in meinen Händen. Als Socke ist es nicht zu gebrauchen, und mir fällt auch sonst kein Verwendungszweck ein. Trotzdem bin ich stolz, denn: "Für den Anfang war das schon sehr gut!", lobt mich Nora. Jetzt heißt es üben. Falls das nicht klappt, liegen in meinem Schrank immerhin genug Stricksocken für den Winter. Und falls das Wetter mal zu schlecht ist fürs Angeln ist, habe ich ein exotisches Hobby mehr. yab

© Mannheimer Morgen, Mittwoch, 06.02.2013

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