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Wettbewerb: 60 Studenten der Hochschule Mannheim sind bei der „Formula Student“ am Hockenheimring gegen Teams aus der ganzen Welt angetreten

Mehr als Gummi und Carbon

Archiv-Artikel vom Mittwoch, den 06.08.2014

Am Hockenheimring ging das Rennauto der Mannheimer in Disziplinen wie Beschleunigung, Ausdauerrennen und Konstruktionsdesign an den Start.

© ZG

Am Anfang ist da nur ein leeres Blatt Papier. Dann wird gezeichnet, gerechnet und geschraubt. Solange, bis jede Naht verschweißt ist, bis jede Fuge sitzt, bis der Auspuff qualmt und die Reifen endlich quietschen. Marcel Erné ist stolz: "Unser neuer Rennwagen ist fast 100 Kilogramm leichter als vergangenes Jahr. Die Versuche im Windkanal sind vielversprechend!"

Marcel Erné arbeitet als Pressesprecher und Marketingleiter des Delta-Racing-Teams Mannheim: Das ist eine Gruppe von 60 Studierenden der Hochschule Mannheim, die seit über einem Jahr an zwei Rennautos gebastelt haben. Vergangenes Wochenende hatten sie endlich Gelegenheit, mit einem der beiden beim "Formula Student"-Rennen am Hockenheimring an den Start zu gehen.

Das Konzept von Formula Student ist so einfach wie faszinierend: Studierende aus der ganzen Welt konstruieren Rennwagen in Teams und treten damit jedes Jahr gegeneinander an. Am Hockenheimring sind es dieses Jahr über 3000 Studenten - 115 Teams aus 26 Ländern.

20 000 Stunden Vorbereitung

"Es geht uns nicht darum, zu gewinnen", sagt Erné. Jedes Team sei bereits ein Gewinner. Denn: "Als Vollzeit-Studenten ein solches Projekt auf die Beine zu stellen, ist eine große Leistung!" Keiner der Studierenden im Team erhalte extra Punkte in seinem Studium für das Projekt.

Die finanziellen Mittel seien knapp, der Zeitaufwand gewaltig. "Im Schnitt stecken in jedem Rennauto ungefähr 20 000 Stunden Arbeit", sagt Marcel Erné. Und Klausuren müsse man ja auch noch schreiben.

7000 Umdrehungen pro Minute, 510 ccm Hubraum, 60 PS. Das "Combustion Car" der Mannheimer sei dieses Jahr nicht nur schnell, sondern auch ganz besonders leicht: Carbonfasern und Aluminium, einen Einzylinder Motor und sparsame 10 Zoll-Felgen. Dazu Heckflügel, die die Studierenden perfektioniert haben - in langen Testreihen im Windkanal der Hochschule.

Ein Rennauto ist mehr als nur Gummi und Carbon. Neben der eigentlichen Arbeit am Auto haben Erné und sein Team das ganze Jahr über nach Fördermitteln von Unternehmen gesucht, Pressearbeit, Homepage und Marketing vorangetrieben. "Das ist wie in einer professionellen Firma: Wir haben Abteilungssitzungen und Arbeitskreise", sagt Erné und lächelt. Das Projekt sei die beste Vorbereitung fürs Arbeitsleben. Das Tüfteln hat sich gelohnt: Bei der Treibstoff-Effizienz belegten die Mannheimer Platz 3 aller Fahrzeuge, insgesamt erreichten sie Platz 40 - besser als im Vorjahr. Ein paar Tage herrscht nun Ruhe, aber nach dem Rennen ist vor dem Rennen: Zusätzlich zum Wagen mit Verbrennungsmotor hat das Team erstmals ein Elektroauto gebaut. DR14-E wird vom 7. bis 10. August bei der "Formula Student Czech" antreten. dan

© Mannheimer Morgen, Mittwoch, 06.08.2014

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