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Wohnen: In den Wohnheimen des Studentenwerks ist ein „Küchencoach“ unterwegs – er soll für Ordnung sorgen

Putzen mit dem Hausmeister

Von unserer Mitarbeiterin Isabelle Büchner

Die Küche sauber zu halten, ist vor allem bei Wohngemeinschaften mit vielen Mitbewohnern ein Problem. Ein "Küchencoach" soll nun dafür sorgen, dass die Küchen in den Wohnheimen des Studentenwerks Mannheim sauber bleiben.

© isi

Geschirr, das nicht abgespült wurde, steht herum. Auf dem Herd hat sich etwas Übergelaufenes festgebrannt, und im Kühlschrank haben abgelaufene Lebensmittel angefangen, neue Substanzen zu bilden. So sah es noch vor kurzem in manchen Gemeinschaftsküchen in den Wohnheimen des Studentenwerks Mannheim aus.

Dies zeigte der Mitte Dezember veröffentlichte Bericht über die Ergebnisse der Evaluation der Serviceleistungen des Studentenwerks. Um die in den Bewertungen genannten Mängel anzugehen, sei momentan ein "Küchencoach" dort unterwegs, heißt in dem Bericht. Hinter dem sogenannten Küchencoach steckt der Hausmeister des jeweiligen Wohnheims. Dieser läuft mittlerweile einmal pro Woche durch die einzelnen WGs und überprüft die Sauberkeit in den Küchen.

Kontrolle statt "Coaching"

Seit Oktober führt das Studentenwerk Mannheim laufend Online-Umfragen durch, um die Qualität seiner Angebote zu überprüfen.

Insgesamt stellt das Studentenwerk Mannheim über 3200 Wohnplätze für Studenten zur Verfügung.

Im Wohnheim Ludwig Frank gibt es fast 800 Wohnplätze. Der größte Teil davon sind - mit etwa 560 - Wohngemeinschaften. Acht bis zwölf Studenten teilen sich eine Küche.

Insgesamt gibt es knapp 100 Küchen in Mannheimer Studentenwohnheimen. isi

Grundsätzlich werden in den Wohnheimen des Studentenwerks drei Mal pro Woche Reinigungskräfte eingesetzt, die die öffentlichen Räume wie Küche, Bad und Gang säubern. Wenn aber die Küchen von den Studenten mit dreckigem Geschirr zugestellt sind oder sich am Herd etwas eingebrannt hat, ist der Zeitaufwand für die Reinigungskräfte zu groß. "Wir haben uns überlegt wie wir diese Kritikpunkte angehen können", sagt Astrid Brandenburger, Abteilungsleiterin für Kommunikation und Studierendenservice. "Wir entschieden uns dann dafür, das Projekt "Küchencoach" ins Leben zu rufen."

Direktes "Coaching" kriegen die Studenten vom "Küchencoach" aber nicht. Entdeckt er bei seinem Rundgang eine Küche, die sich nicht an die Regeln hält, werden die Bewohner vom zuständigen Sachbearbeiter angeschrieben, oder der Hausmeister hinterlässt eine Notiz. Ändert sich danach das Verhalten der Bewohner immer noch nicht, müssen die Studenten die Reinigungskosten selbst bezahlen. "Das ist aber zum Glück noch nicht vorgekommen. Die bisherigen Erfahrungen haben gezeigt, dass die Bewohner gerne zur Mithilfe bereit sind und sich auch öfter mal gegenseitig zum Sauberhalten der Küchen motivieren", sagt Hausmeister Kurt Schmitz.

Das erste Wohnheim, das dieses Konzept umgesetzt hat, ist das Wohnheim Ludwig Frank. Es ist mit ungefähr 800 Wohnplätzen das größte des Studentenwerks Mannheim. Dort war das Problem am gravierendsten. Das hängt mit der Anzahl der Studenten zusammen, die eine Küche teilen. Hier sind es meist acht bis zwölf Personen. In den neueren Wohnheimen sind es nur noch vier bis sechs.

"Vor allem in den größeren WGs ist die stetige Kontrolle wichtig", findet Student Julian Hilligardt. "Oft kennen sich die Studenten gar nicht und kommunizieren nicht miteinander." Manchmal findet er die Beschwerden aber auch übertrieben: "Bei uns standen zwei Kästen Bier auf dem Boden, was schon dazu führte, dass der Boden von den Reinigungskräften nicht gewischt wurde." Aber auch das Studentenwerk möchte mit einer Komplettrenovierung der Küche dazu beitragen, dass sich die Wohnqualität verbessert. Gab es in den alten Küchen noch Fliesen und Hängeschränke, an denen sich leicht Schmutz ansammelte, wird bei den neuen Küchen auf leicht abwischbare Oberflächen gesetzt. Das "Modell Ludwig Frank" soll nun auch auf die anderen Wohnheime des Studentenwerks angewandt werden.

Küchencoach Schmitz aber weiß: "Wir müssen hier am Ball bleiben. Es ist wichtig, dass die Studenten wissen, dass einmal die Woche jemand durchläuft. Dadurch steigt die Motivation, die Gemeinschaftsräume sauber zu halten."

© Mannheimer Morgen, Mittwoch, 23.01.2013

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