Was macht das Leben im Rhein-Neckar-Delta aus - und welche Rolle spielen dabei Familienstand, Erwerbstätigkeit und sozialer Status? Diesen und weiteren Fragen geht der Lehrstuhl für Statistik und sozialwissenschaftliche Methodenlehre (LSSSM) der Universität Mannheim in der Telefonumfrage "Leben und Arbeiten in der Rhein-Neckar-Region" nach.
In drei Wochen setzen 67 Studenten Soziologie in die Tat um. Sie interviewen zufällig ausgewählte Personen aus dem Raum Mannheim und Ludwigshafen. Leiterin der Studie ist Diplom-Soziologin Katherin Barg, die mit ihren Kollegen Sonja Schulz und Giuseppe Pietrantuono die Studenten betreut. "Wir bieten eine Veranstaltung zu Statistik und Methoden empirischer Sozialforschung an. Dort suchen die Studierenden unter unserer Anleitung kleine Forschungsthemen. Anhand dieser entwickeln wir gemeinsam einen Fragebogen. Darauf folgt natürlich die Anwendung, die derzeit in Form der Umfrage stattfindet." Nach Ermittlung von Fakten und Meinungen kommt schließlich die Datenauswertung, die im Herbst erste Ergebnisse liefern wird. Genutzt werden die Resultate dann für Hausarbeiten der jungen Forscher.
"Keine Verbindung"
Bei den Telefonumfragen stoßen die Studenten auch auf Probleme. Die Nummernauswahl erfolgt zufällig, durch ein computergeneriertes Verfahren. Dieses berge aber auch Probleme. Studentin Marit Eidt erzählt, dass sie "Geschäftsanschlüsse "oder gar keine Verbindung" an den Hörer bekommen habe. Das sei zwar etwas störend, aber nur so werde totale Anonymität garantiert. "Und das nächste Gespräch mit einem Aufgeschlossenen gleicht jeden Unmut aus!"
Dass ein solches Interview mit Erkundigung nach Gesundheit, Beziehungen und Zufriedenheit 25 Minuten beanspruchen kann, findet die Soziologin in spe nicht ermüdend, sondern aufregend. Denn nur so wird erreicht, was Ziel aller Studenten ist: Wissenschaft gestalten und ausüben. uma
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