Nachdem sich der Blick in letzter Zeit beim Thema Konversion sehr auf den Streit um die Feudenheimer Au konzentriert hat, sorgt das Engagement der "Nordlichter" zur künftigen Entwicklung der heutigen Coleman-Kaserne für einen regelrechten Aha-Effekt. Recht haben die bürgerschaftlichen Vertreter aus Sandhofen, Schönau, Blumenau und Scharhof: Konversion ist mehr als eine Bundesgartenschau!
Dass sich die Vertreter der gemeinnützigen Bürgervereine als Ansprechpartner des "fernen" Mannheimer Rathauses anbieten, sollte man dort als Chance auffassen, diesmal eine umfassende Bürgerbeteiligung hin zu bekommen. Denn die Stadtteilvertreter haben sich ausdrücklich als "undogmatische, konstruktive und pragmatische" Partner bei der Suche nach neuen Nutzungen der riesigen Militäranlagen angeboten, aus denen die Amerikaner bereits abziehen. Spätestens in 24 Monaten gehen auch in der Coleman-Kaserne endgültig die Lichter aus.
Für die jetzt anstehenden, diesmal hoffentlich öffentlich geführten Diskussionen um die Zukunft der Coleman-Kaserne ist es gut, dass der Norden schon einmal formuliert, was er nicht in seiner unmittelbaren Nachbarschaft haben will: Windräder, jede Form von Logistik-Einrichtung, ein Autohof oder die von vielen befürchtete Weiternutzung des Militärgefängnisses gehören zu den Vorschlägen, bei denen das Aktionsbündnis souverän die "No-Go"-Flagge zeigt. Auch wenn das den Absichten, die man im Gemeinderat oder bei der Stadtverwaltung möglicherweise hegt, entgegensteht.
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