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Zum Thema: Bundesgartenschau

Kosten in astronomischer Höhe

Von Klaus Brückner

Blick auf die Spinelli-Barracks.

© Prosswitz

Unbegreiflich, aus meiner Sicht fast unanständig wie Mannheimer Kommunalpolitiker uns Bürger fast täglich gegen jede Vernunft immer und immer wieder eine neue Bundesgartenschau im Landschaftsschutzgebiet "Au" verkaufen wollen. Da wird doch tatsächlich unter Verdrehung von Tatsachen und Wahrheiten von einer riesigen Chance für Mannheim schwadroniert, da wird noch hemmungsloser der Begriff Modernisierung vergewaltigt und missbraucht und da wird uns einfältigen Bürgern eine gigantische Aufwertung unserer Stadt mit einer goldenen Zukunft versprochen, die wir uns auf keinen Fall entgehen lassen dürfen.

Risiken und Wahrheiten aber werden bewusst verschwiegen oder einfach ignoriert. Leider können wir uns aber bei einem aktuellen Schuldenstand von 1,1 Milliarden Euro eines nicht mehr leisten, neue Schulden. Mit der BuGa aber, da bin ich mir ziemlich sicher, wird unsere Stadt zielstrebig in ein finanzielles Desaster und ganz nebenbei auch noch in eine ökologische Katastrophe geführt. Ich war am 12.1.13 Teilnehmer einer Begehung des geplanten BuGa-Geländes und konnte mich von den geradezu abenteuerlichen Planspielen unseres OBs und vieler Kommunalpolitiker überzeugen. Ich würde jedem Bürger dringend empfehlen, sich diese Gartenschaupläne im Detail genau anzuschauen und wenn möglich ihre Finanzierung zu hinterfragen. Schlimmer geht es wirklich nimmer.

"Mannheims Elbphilharmonie"

Wer nach kritischer Prüfung der aktuellen BuGa-Pläne noch glaubt, dass dieses Event mit einmaligen Investitionen von 105 Millionen Euro abzuwickeln ist, der glaubt auch an den Weihnachtsmann. Nein mit diesem Projekt bahnt sich ein ähnliches Debakel an wie mit den meisten staatlichen Großprojekten der Gegenwart. Die BuGa wird, darauf kann man fast wetten, zur Elbphilharmonie Mannheims mutieren. Um es vorwegzunehmen, die Stadt könnte am Ende zufrieden sein, wenn die Investitionen für die BuGa unter 300 Millionen Euro zu haben sind. Es könnte aber auch zum Fass ohne Boden werden. Ich glaube den politisch Verantwortlichen ist nicht wirklich bewusst, was mit der BuGa im Detail auf sie zukommt. Da geht es nicht nur um die Bewältigung gewaltiger technischer Probleme wie den Bau einer riesigen Brücke über den Neckar, ein Naturschutzgebiet und den Kanal, die Unter- bzw. Überquerung der Riedbahn und die besonders aufwendige und kostspielige Verlegung der Straße am Aubuckel neben die Riedbahntrasse nach Käfertal, sondern auch um die unwiderrufliche Zerstörung vieler Kleingartenanlagen und um die Zerstörung eines der letzten Mannheimer Naturreservate, die Au.

Und am Ende geht es auch noch um Geld, um viel Geld, das die Stadt eigentlich nicht hat. Besonders die sehr lange Brücke und die extrem schwierige Verlegung der Straße am Aubuckel, dem technischen und finanziellen Knackpunkt des ganzen Projekts und verrückteste aller Ideen, werden die Kosten für die BuGa in astronomische Höhen treiben. Gibt es noch Möglichkeiten unsere Politiker von diesem Sündenfall, diesem Wahnsinn im Quadrat abzuhalten? Für allzu viel Optimismus besteht leider kein Anlass. Zu sehr haben sich unsere Politiker und auch einige Bürger in diesen Irrsinn verrannt.

Trotzdem sind wir Bürger aufgerufen, uns zu wehren und diesen "Unsinn im Quadrat" mit allen demokratischen Mitteln zu verhindern. Sonst muss vor allem unsere Jugend den sehr wahrscheinlichen finanziellen Supergau bezahlen. Ich fürchte aber, eine Umkehr zu Realismus und Vernunft ist ohne politischen Druck nicht mehr möglich. Vielleicht ist es sogar notwendig, sich zu organisieren und unter der Parole " Nein zu Mannheim 23" ähnlich wie bei Stuttgart 21 eine eigene Mannheimer Streit- und Demonstrationskultur zu entwickeln. Wie auch immer am Ende muss die BuGa 23 verhindert werden.

© Mannheimer Morgen, Mittwoch, 30.01.2013

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