Steht gegen Frankreich nicht im Tor der Nationalelf: Nadine Angerer.
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Düsseldorf/Straßburg.
Kaltstart ins EM-Jahr: Weil die Bundesliga ihren regulären Spielbetrieb nach der Winterpause noch nicht aufgenommen hat, gehen Deutschlands beste Fußballerinnen fast ohne Spielpraxis in den Härtetest gegen den WM-Vierten Frankreich. "Die Eindrücke sind für die Jahreszeit ganz gut. Man merkt, dass die Spielerinnen noch nicht so viele Spiele haben, aber sie sind sehr engagiert bei der Sache", sagte Bundestrainerin Silvia Neid nach fünf Trainingseinheiten ihrer Auswahl in Neu-Isenburg.
Gestern reiste der DFB-Tross nach Straßburg, wo heute (18.30 Uhr/Eurosport) das erste Länderspiel 2013 ansteht. Normalerweise verrät Neid nie vorher ihre Aufstellung, doch vor dem Duell im Meinaustadion macht sie eine Ausnahme. Nicht die erfahrene Stammkeeperin und 2007-er Weltmeisterin Nadine Angerer wird das Tor hüten, sondern ihre 22 Jahre alte designierte Nachfolgerin Almuth Schult.
"Wir brauchen eine Ersatztorhüterin mit Erfahrung, falls sich Nadine verletzen sollte. Nadine ist noch die bessere Torhüterin, aber Almuth ist auf einem guten Weg", erklärte Neid, die vor der EM in Schweden (10. - 28. Juli) auch bei den Feldspielerinnen rotieren lassen will.
Nur die Leistung zählt
Erbhöfe und Stammplatzgarantien haben in Neids Fußball-Philosophie keinen Platz. Es zählt nur die Leistung. Gleichwohl soll sich am Status von Angerer als Nummer eins zunächst nichts ändern. Auch deshalb zeigt die 34-Jährige vom 1. FFC Frankfurt Verständnis dafür, dass ihre "Kronprinzessin" gegen den neben Gastgeber Schweden wohl größten Titelkonkurrenten zwischen die Pfosten rückt: "Ich habe überhaupt kein Problem damit, obwohl auch klar ist, dass ich gern spiele."
Gegen die Französinnen kam die DFB-Elf, die seit dem WM-Aus 2011 in 18 Spielen unbesiegt ist, zum Ausklang des Vorjahres nur zu einem 1:1. Auch im Rückspiel, dass wie das Männerduell vor einer Woche im Zeichen der Feiern zum 50 Jahre alten deutsch-französischen Freundschaftsvertrags steht, erwartet Neid harte Arbeit. "Die Französinnen haben eine unglaublich gute Technik", sagte die Cheftrainerin, die trotz der Ausfälle von Linda Bresonik, Lira Bajramaj und Simone Laudehr auf eine taktische und spielerische Verbesserung setzt. dpa
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