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Judo: Nicolai Kornhaß vom 1. MJC gewinnt Gold bei IDEM der Sehgeschädigten / Doppelsieg für Matthias Krieger und Sebastian Junk

Ippon nach sieben Sekunden

Archiv-Artikel vom Montag, den 20.04.2015

Von unserer Mitarbeiterin Sibylle Dornseiff

Nicolai Kornhaß (weiß) triumphierte drei Wochen vor der WM mit fünf Siegen in fünf Kämpfen.

© Binder

Heidelberg. Die Bilanz der Judoka des 1. Mannheimer Judoclubs bei den Internationalen Deutschen Einzelmeisterschaften der Sehgeschädigten (IDEM) war perfekt: In der Sporthalle des Olympiastützpunktes Metropolregion Rhein-Neckar gewann Nicolai Kornhaß (-73 kg) Gold, in der Klasse -81 kg sicherten Matthias Krieger und Sebastian Junk einen Doppelsieg. Marc Milano und Oliver Upmann konnten sich wegen Verletzungen nicht mit der Konkurrenz aus neun Nationen messen.

Vor einem Jahr überraschte er als internationaler Neuling mit Bronze, jetzt machte der 21-jährige Kornhaß mit dem Titel deutlich, dass ihm die Zukunft gehört. In allen fünf Kämpfen ging der in Schriesheim wohnende Heidelberger PH-Student (Mathe, Geographie) als Sieger von der Matte, nur einmal musste er über die volle Distanz von fünf Minuten. Doch das kräfteraubende Duell mit dem Franzosen Lucas Clairet, dem stärksten Gegner seiner Gruppe, war ein guter Prüfstein für die WM in drei Wochen in Seoul.

"Es war ein taktischer Arbeitssieg, da hat sich mein intensives Krafttraining ausgezahlt. Jetzt steht es zwischen uns 1:1", sagte Kornhaß, der Clairet 2014 noch unterlag. Die anderen Gegner fegte er vorzeitig von der Matte, gar schon nach sieben Sekunden war Rob Alcorn (USA) mit Ippon geschlagen.

Über WM und EM nach Rio

"Nicolai hat sich technisch und kraftmäßig unglaublich entwickelt", schwärmte Bundestrainerin Carmen Bruckmann (Mannheim) von ihrem Schützling, der sich bei der WM die nächsten Weltranglistenpunkte holen will. Derzeit liegt er auf Platz sechs, die besten Zwölf qualifizieren sich für die Paralympics in Rio. Doch Kornhaß ist sehr zuversichtlich: "Nach der WM gibt es wohl nur noch bei der EM im September Punkte. Da will ich die Quali in trockenen Tüchern haben."

Das ist auch das Ziel von Sebastian Junk. Der 31-Jährige, der seit einem Jahr als Sozialpädagoge in der offenen Kinder- und Jugendarbeit von Ludwigshafen arbeitet (seine Chefin dort ist seine Trainerin Bruckmann), liegt auf Position acht der Weltrangliste und will sich von dort nicht mehr vertreiben lassen. "Auch wenn es hier keine Punkte gibt, sind die Kämpfe für mich sehr wichtig, weil ich auf drei meiner Gegner auch bei der WM treffen könnte." In vier seiner fünf Duelle machte er kurzen Prozess, nur gegen seinen Freund und Clubkollegen Matthias Krieger zog er den Kürzeren. Weil in unterschiedlichen Gewichtsklassen, gingen sie sich in Turnieren immer aus dem Weg. Doch nach Kriegers Rückzug aus dem internationalen Geschehen wechselte Junk 2013 in die Klasse -81 kg. "Matthias ist zum einen mein bester Freund, zum andern liegt mir sein Kampfstil überhaupt nicht", erklärte er seine einzige Niederlage, die ihm aber immerhin Silber garantierte.

Dass der Londoner Paralympics-Bronzemedaillengewinner Krieger Judo nicht verlernt hat, bewies der 29-jährige Lehrer an der Mannheimer IGMH mit der makellosen Bilanz von fünf Siegen. "Ich trainiere nicht mehr professionell, aber so oft ich kann", bereitet er sich gewohnt akribisch auf seine Einsätze im Judoteam Heidelberg/Mannheim in der Regionalliga vor und nahm das Turnier in Heidelberg gerne mit. In ihm fand auch der 15-jährige Tim Meiss seinen Meister, der aus der, so Bruckmann, "sehr guten Marburger Nachwuchsschule" kommt.

Mit dem Abschneiden ihrer Schützlinge und dem Turnier-Zuspruch war die Bundestrainerin hochzufrieden. "Es ging ja um nichts, da sind neun Nationen gut. Viele nutzen auch das zweitägige Trainingscamp, das Stefan Saueressig, mein Mann Pierre und ich leiten. Es hat einen guten Ruf und die Bedingungen am OSP sind ideal."

© Mannheimer Morgen, Montag, 20.04.2015

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