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Handball: Zweitligist Friesenheim startet mit einem 20:16 gegen Erlangen in die Rückrunde

Kevin Klier vernagelt das Eulen-Tor

LUDWIGSHAFEN. Die von Verletzungen doch arg gebeutelten Eulen sind gut aus der Winterpause gekommen. Handball-Zweitligist TSG Friesenheim bezwang gestern Abend vor 1580 Zuschauern in der heimischen Ebert-Halle den HC Erlangen mit 20:16 (9:8). Matchwinner waren der überragende Torhüter Kevin Klier, der hinter einer starken Abwehr 18 gegnerische Würfe und zwei Siebenmeter parierte. "Wir haben in der Defensive sehr gut gestanden. Dass wir nach einer doch sehr unglücklichen Vorbereitung so gut spielen würden, hätte ich nicht gedacht", staunte Klier.

Die Friesenheimer legten furios los. Cornelius Maas und Marco Hauk brachten die TSG mit zwei Tempogegenstößen schnell mit 2:0 in Front. Die 6:0-Abwehr der Eulen stellte Erlangen vor große Probleme. Torhüter Klier war schon in der ersten Hälfte ein starker Rückhalt. Erst nach sieben Minuten durfte der lautstarke Erlanger Anhang das erste Tor zum 4:1 bejubeln. Hauk und Philipp Grimm per Siebenmeter verzückten aber dann schnell wieder die Eulen-Fans - die TSG führte mit 6:1 (9.). Der Erlanger Coach Frank Bergemann reagierte mit einer Auszeit. Hauk verwertete danach einen Schnellangriff zum 7:1 für die Eulen.

Führung schmilzt zusammen

Doch in der Folge packte die HC-Defensive aggressiver zu. Im Spiel von Erlangen machte sich auch die Hereinnahme von Andreas Bayerschmidt bemerkbar. Der Torwart hatte einen großen Anteil daran, dass die Führung der Eulen schmolz. Zur Halbzeit lagen die Pfälzer nur noch mit 9:8 vorne.

Friesenheim erwischte den besseren Start in die zweite Hälfte. Klier verbarrikadierte in den ersten sechs Minuten nach Wiederanpfiff sein Gehäuse. Arni Sigtryggsson, Grimm und Maas warfen die Eulen wieder mit vier Treffern in Front (12:8, 36.). Erlangen machte nun Fehler, die die TSG eiskalt ausnutzte. Sigtryggsson vergrößerte mit dem 17:10 (42.) den Friesenheimer Vorsprung. In der Folge hatten die Eulen im Angriff zwar wieder eine Schwächephase, was aber auch an der nun sehr offensiven Deckung des Gegners lag. Klier und die Friesenheimer Abwehr entnervten allerdings die Franken. Benedikt Schwandner verkürzte für Erlangen auf 19:15 (52.). Näher kam der HC nicht mehr heran. Klier krönte seine Leistung mit unglaublichen Paraden in der Schlussphase und dirigierte nach dem 20:16-Sieg die Humba-Party mit den Fans.

TSG Friesenheim: Klier, Bender (n.e.) - Klimek (4), Grimm (3/2), Maas (5), Hauk (5), Sigtryggsson (3), Kraushaar, Klee, Claussen, Schwenzer, Spettmann. bol

© Mannheimer Morgen, Montag, 11.02.2013

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